Instant Payment: Europäische Zentralbank forciert Einführung
Und tatsächlich: Oft ist es noch so, dass eine Überweisung mehrere Tage in Anspruch nehmen kann. Das liegt daran, dass Zahlungsempfänger auf Grund der Abwicklung über die Bundesbank, die jeden Auftrag prüft und sammelt, teilweise extremen Wartezeiten ausgesetzt sind. Durch Instant Payment soll sich das ändern. Bei diesem Verfahren wird auf eine elektronische multikanalfähige Zahlungsverkehrslösung zurückgegriffen, die Aufträge einzeln bearbeiten und sofort buchen kann.
Die Einführung des neuen Verfahrens soll in den nächsten ein bis drei Jahren stattfinden und wird derzeit insbesondere von der Europäischen Zentralbank auf Basis der SEPA-Formate forciert. In Ländern wie Australien, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Kanada, Mexico sowie in den Niederlanden, Norwegen, Polen, Schweden, Singapur und Südafrika ist die Entwicklung und Etablierung einer solchen Lösung schon weit vorangeschritten.
Die Etablierung von Instant Payment hätte vor allem für den Online-Handel erhebliche Auswirkungen. Nach Ansicht des Payment-Dienstleisters Secupay würde Instant Payment Online-Händlern sehr viele Vorteile bringen. Durch die Echtzeit-Überweisung wäre zum Beispiel der Kontostand immer aktuell, da keine offenen Zahlungen mehr bestehen würden. Entsprechend ist das Kapital sofort verfügbar bzw. können weitere Zahlungen unmittelbar weitergeleitet werden. Dadurch würden sich die Prozesse beim Online-Shopping erheblich beschleunigen, was vor allem für Händler, die elektronische Waren wie Medien oder Software anbieten, wichtig ist. So können sie den Kunden unmittelbar nach dem Geldeingang die Ware zur Verfügbar stellen. Händler müssen nicht mehr auf Geldeingänge warten und der Cashflow kann unmittelbar reinvestiert werden. Dadurch gewinnen Online-Händler zusätzliche Ressourcen, da das Forderungsmanagement für die via Instant Payment bezahlten Produkte entfällt.
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