Das Online-Banking per mTan gilt als besonders sicher. Trotzdem haben Kriminelle nun offenbar dieses System geknackt und bis zu fünfstellige Beträge bei Telekom-Kunden abgebucht. Ein Schaden von mehr als einer Million Euro soll entstanden sein. Update: Auch Kunden von Telefónica sind offenbar betroffen.

(Bildquelle Online-Banking: everything possible via Shutterstock)
Wer Online-Banking betreibt, kann verschiedene Optionen nutzen, die für die Sicherheit des Systems sorgen. Als besonders sicher galt bislang das sogenannte mTan-Verfahren, bei dem der Kunde jede Kontobewegung im Online-Banking mit einer Tan, die er per SMS erhält, bestätigen muss. Ohne diese Tan, die nur an die bei der Bank registrierten Nummer verschickt wird, kann keine Überweisung getätigt werden und selbst die Veränderung von persönlichen Daten ist nicht möglich.
Doch gerade dieses vermeintlich besonders sichere System wurde nun offenbar geknackt: Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, kam es in den vergangenen Wochen zu einer ganzen Reihe von Betrugsfällen bei Telekom-Kunden. Demnach haben sich die Täter als Mitarbeiter von Mobilfunk-Shops ausgegeben, um Zugang zu den Mobilgeräten zu erhalten. Eine Sprecherin der Telekom bestätigte, dass es zu Fällen „im mittleren zweistelligen Bereich“ kam, bei denen bis zu fünfstellige Beträge abgebucht wurden. So sei ein Schaden in Höhe von über einer Million Euro entstanden.
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Zum Thema: Die Überschrift erweckt den Eindruck, dass hier erfolgreich Bankensysteme gehackt wurden, was aber absolut nicht so ist. Letztendlich wurden hier nur sensible Daten erschlichen, welche die Opfer (ich nenne sie auch mal Idioten in diesem Fall) selbst preisgegeben haben. Da kann ja jeder daherkommen, sich als Mitarbeiter von Firma XY ausgeben und dann unaufgefordert Zugriff auf mein Smartphone verlangen. Das System mTAN ist von Bankenseite aus weiterhin sicher!
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