Waren nicht gleich beim Kauf, sondern später zu bezahlen, ist beliebt. Sei es, um jetzt das heißersehnte Designer-Shirt zu bekommen, bevor beispielsweise das monatliche Gehalt eintrudelt, schlichte Bequemlichkeit, weil man sich nicht sofort um die Zahlungsmodalitäten kümmern muss, oder aber, weil man beispielsweise immer mal wieder rund um die eigenen Ausgaben und Einnahmen jonglieren muss und sich so ein wenig mehr Planungssicherheit verschafften kann. Gründe gibt’s dafür genug. Auch der Wunsch, mehrere online bestellte Artikel erst dann tatsächlich zu bezahlen, wenn man zu Hause eine entsprechende Auswahl getätigt hat, kann Verbraucher:innen dazu bewegen, bewusst beim Kaufabschluss auf die Option mit Zahlungsaufschub zu setzen.
Das Zahlungsprinzip „Buy now, Pay Later“, kurz auch BNPL – die Möglichkeit, nach einer Bestellung erst später zu zahlen – hat sich deshalb längst etabliert. Natürlich gibt es den Rechnungs- und Ratenkauf schon länger, allen voran etwa aus dem klassischen Katalog-Versandhandel. Handelsunternehmen arbeiten dafür selbst mit Banken zusammen und bieten entsprechende Finanzierungen. So lösen es auch heute noch beispielsweise Otto, Amazon oder auch Saturn. Verstärkt hinzugekommen sind allerdings vornehmlich in den letzten ein, zwei Jahren die BNPL-Lösungen von FinTech bzw. Payment Service Providern. Immer mehr Anbieter, darunter PayPal, Klarna, Unzer, Apple Pay, Affirm, Ratepay, Afterpay, Mondu, Scalapay oder auch Mollie – um nur einige zu nennen – haben die Bezahloption nach und nach ins eigene Portfolio aufgenommen.
Während händler- und anbieterseitig vor allem ein reibungsloses Checkout-Erlebnis für die Kundschaft im Fokus steht, warnen Verbraucherschutzorganisationen auch vor Risiken – ein Überblick.

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