Der Payment-Anbieter PayPal kann inaktive Konten mit einer jährlichen Gebühr in Höhe von maximal 10 Euro zu belegen, berichtet t3n. Wird diese Gebühr nicht gezahlt, werde das Unternehmen die betreffenden Kundenkonten schließen. Die Gebühr, die im Juli dieses Jahres eingeführt wurde, betrifft zunächst inaktive PayPal-Geschäftskonten.
PayPal informiere t3n zufolge seine Kunden seit Montag per E-Mail, wenn ihre Konten als inaktiv eingestuft wurden. „Inaktivität liegt vor, wenn Sie sich nicht in Ihr PayPal-Konto eingeloggt oder Ihr PayPal-Konto anderweitig genutzt haben, um Geld zu senden, zu empfangen oder abzubuchen“, heißt es demnach in der Mail. Wer sich bis zum 13. Dezember nicht in sein Konto einloggt, per PayPal einkauft oder Geld sendet beziehungsweise vom Konto abbucht, muss zehn Euro bezahlen.
Die Inaktivitätsgebühr will PayPal einfach über das PayPal-Guthaben einziehen. Sollte sich auf dem Konto kein Guthaben befinden, wird es aber nicht ins Minus gehen. Wird das Konto für weitere 60 Tage nicht genutzt, könnte das Unternehmen es schließen.
Nach Einschätzung von Heise Online gebe es verschiedene Gründe für die Einführung der Gebühr: Zum einen dürfte es zahlreiche Karteileichen geben, die PayPal viel Geld kosten. Darüber hinaus hat Luxemburg kürzlich ein neues Gesetz verabschiedet, das vorschreibt, dass Geldinstitute Guthaben aus inaktiven Konten nach zehn Jahren der Hinterlegungskasse des Landes anbieten müssen. Die Guthaben sind für die Finanzinstitute dann verloren.
Private Accounts in Deutschland sind in diesem Jahr noch nicht von der Maßnahme betroffen, wie PayPal erklärt: Konten, die hierzulande, in Österreich, Italien, Griechenland, Ungarn und Polen registriert sind, seien von der Inaktivitätsgebühr vorerst befreit.
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