Der Angriffskrieg, den Russland gegen die Ukraine führt, hat auch wirtschaftlich für zahlreiche Unternehmen direkte Auswirkungen – viele haben den hauseigenen Geschäften auf dem russischen Markt mittlerweile eine Absage erteilt, stellen Produktion und/oder Verkauf dort ein bzw. haben einen Exportstopp für das Land verhängt. Nachdem bereits große Konzerne wie Apple, Ikea oder die Google-Mutter Alphabet entsprechende Maßnahmen verkündet haben, zieht nun auch der Payment-Dienst PayPal nach.
Dieser habe seine noch vorhandenen Dienste in Russland jetzt aufgrund des Ukraine-Krieges gestoppt: Da PayPal sein inländisches Geschäft in Russland bereits vor einiger Zeit, nämlich Mitte 2020, eingestellt hat, sind von den aktuellen Restriktionen unter anderem die internationalen Überweisungen betroffen, heißt es in einer dpa-Meldung bei der Zeit. Kunden in Russland werden noch für eingeschränkte Zeit die Möglichkeit haben, Guthaben von PayPal-Konten abzubuchen.
„Paypal unterstützt das ukrainische Volk und verurteilt gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft Russlands gewaltsame militärische Aggression in der Ukraine“, wird Unternehmenschef Dan Schulman zitiert. In der Ukraine zeigte man sich erfreut über den Schritt von PayPal: „Vielen Dank @PayPal für Ihre Unterstützung!“, schrieb Mykhailo Fedorov, der in der Ukraine unter anderem das Digitalministerium führt, auf Twitter.
We received a letter from @Dan_Schulman, CEO PayPal. So now it’s official: PayPal shuts down its services in Russia citing Ukraine aggression. Thank you @PayPal for your supporting! Hope that soon you will open it in for 🇺🇦 pic.twitter.com/RaJxEMSLQe
— Mykhailo Fedorov (@FedorovMykhailo) March 5, 2022
Kommentar schreiben