PayPal steht nicht mehr als Zahlungsmittel im Online-Shop der Freien Sachsen zur Verfügung. Damit stehe in dem Online-Shop nur noch die Zahlung per Überweisung zur Auswahl, berichtet der MDR. Einkäufe lassen sich damit nicht mehr mit wenigen Klicks bezahlen. Jens Döbel, Geschäftsführer des Online-Shops, bestätigte die Kündigung, könne sie nach eigenen Angaben aber nicht nachvollziehen.
PayPal selbst halte sich auf Anfrage mit konkreten Details zurück, die Antwort des Unternehmens lässt aber die Hintergründe der Kündigung erahnen: „Es ist gemäß der PayPal-Nutzungsrichtlinie nicht erlaubt, die PayPal-Services für Aktivitäten zu nutzen, die auf die Förderung von Hass, Gewalt oder rassistischer Intoleranz abzielen“, so der Zahlungsdienst gegenüber dem MDR. Das Unternehmen prüfe „regelmäßig Konten hinsichtlich dieser Vorgaben und ergreift bei Verstößen gegen die PayPal-Richtlinien entsprechende Maßnahmen“.
Gegen die Kündigung von PayPal wolle sich Geschäftsführer Döbel nicht wehren. Der Zahlungsdienstleister habe „das Recht dazu und damit hat es sich erledigt.“ Der Online-Shop bilde dem sächsischen Verfassungsschutz zufolge ein wichtiges finanzielles Standbein der rechtsextremen Kleinpartei. Die Freien Sachsen wurden vom Verfassungsschutz bundesweit als Verdachtsfall eingestuft. PayPal hatte 2019 bereits die Zusammenarbeit mit der ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachteten Organisation Pro Chemnitz gekündigt.
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