Die Coronakrise hat die Handelslandschaft stark verändert. Auch im Payment-Bereich hat die Pandemie für starke Bewegungen gesorgt, dazu kommen auch neue Vorgaben zur Zahlungssicherheit. Wir haben mit Volker Koppe, Head of Digital, Central Europe, bei Visa über die Neuerungen in diesem Bereich gesprochen und geklärt, welche Trends in diesem Jahr für Händler wichtig werden.
OnlinehändlerNews: Wie hat sich die Coronakrise auf die Payment-Branche und die Bezahlung im Handel ausgewirkt?
Volker Koppe: Der Trend zum digitalen Bezahlen hat sich innerhalb des letzten Jahres definitiv beschleunigt. Daten aus dem Visa Netzwerk zeigen, dass der Online-Umsatz in über zehn europäischen Ländern im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen ist. Auch im stationären Handel lässt sich diese Entwicklung beobachten: Immer mehr Menschen bezahlen nun mit der Karte – mittlerweile ist sie sogar das beliebteste Zahlungsmittel in Deutschland. Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregelung greifen immer mehr Verbraucher:innen dabei gerne auf das mobile Bezahlen mit dem Smartphone zurück, da sie sich hier nur am Smartphone und nicht am Zahlungsterminal authentifizieren müssen.
Diese Entwicklungen beobachten wir aber nicht nur bei großen Läden – auch Kleinunternehmen berichten von einer steigenden Nachfrage nach digitalen Bezahlmöglichkeiten und rüsten entsprechend auf. Über die Hälfte (55 %) aller Händler:innen berichten, dass Kund:innen nun öfter per Karte bezahlen möchten als noch vor einem Jahr. Mittlerweile gibt es auch für Kleinunternehmen viele flexible Lösungen von Anbietern wie SumUp oder iZettle, aber auch integrierte Lösungen in Kassensystemen wie die von ready2order oder orderbird.
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