Das Zahlen im Webshop kann für Online-Händler nervig sein: Neue Methoden oder gesetzliche Vorgaben wie bei der anstehenden Zahlungsdiensterichtlinie Payment Services Directive 2 (PSD2); dazu Kunden, die eventuell später nicht zahlen können. Payment Service Provider übernehmen die Anbindung von Bezahlmethoden für Online-Shops und sollen das Händlerleben leichter machen. Der Zahlungsdienstleister Mollie wurde 2004 in den Niederlanden gegründet und hat nach eigenen Angaben rund 100.000 Kunden, darunter auch Durstexpress und Unicef.
Katharina Meran ist Vice President für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Mollie. Im Interview erklärt sie unter anderem, welche Trends beim Payment in Zukunft entscheidend sind und worauf Händler bei der PSD2 und bei der Wahl ihres Shopsystems achten sollten.
Onlinehändler News: Die Aktionstage Black Friday und Co. sind gerade vorbei, worauf sollten deutsche Online-Händler beim Thema Payment im Weihnachtsgeschäft noch achten, um ihre Umsätze im Shop zu steigern?
Katharina Meran: Wir empfehlen Online-Händlern, die Abbruchrate im Check-out des Shops stets zu analysieren. Hier können Echtzeit-Reportings sehr hilfreich sein. Aktuell kann auch eine kurze Auswertung im Nachgang an Black Friday und Cyber Monday helfen, die Umsätze im Weihnachtsgeschäft noch einmal anzukurbeln. Oft wird unterschätzt, wie wichtig die Zahlungsabwicklung für die Conversion-Rate im Check-out ist. Ein progressives Angebot an zahlreichen Zahlungsmethoden, das den Verbrauchern eine größere Auswahl ermöglicht und damit den gesamten adressierbaren Markt eines E-Commerce-Anbieters erweitert, verringert die Abbruchquote.
In diesem Zusammenhang sollten sich Online-Händler überlegen, ob sie zusätzliche Zahlungsmöglichkeiten anbieten können. Bei Mollie zum Beispiel können Extra-Zahlungsarten in Kürze freigeschaltet werden. Kreditkartenzahlungen sind außerdem ein perfektes Beispiel, wie sich ein bereits gut funktionierendes System weiter verbessern lässt. Etwa, indem Kreditkartenangaben im Bestellprozess gespeichert werden und so die Conversion bei wiederkehrenden Käufern erhöht wird. Prinzipiell sollten E-Commerce-Anbieter schließlich auf eine iFrame-Lösung setzen. (Mit der iFrame-Technik können externe Inhalte in die eigene Webseite eingebunden werden, Anmerkung der Redaktion.) Dies verhindert, dass Kunden weitergeleitet werden und die vertraute Shop-Umgebung verlassen.

Kommentar schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben