Der Payment-Anbieter PayPal gehört zu den Gewinnern der Corona-Pandemie. Im dritten Quartal des aktuellen Jahres konnte der Konzern ein Umsatzplus von 25 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Dollar verzeichnen, auch das Transaktionsvolumen schnellte um 36 Prozent nach oben und lag bei 247 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte verlangsamte sich das Wachstum des Konzerns allerdings. Obwohl PayPal durch die weiterhin starke Nachfrage im Online-Handel Kunden hinzugewann, waren die 15,2 Millionen aktiven Netto-Neukunden des Quartals weniger als von Analysten erwartet und ein deutlicher Rückgang der 21,3 Millionen im zweiten Quartal. Als Reaktion darauf brach der Aktienkurs des US-Unternehmens um sechs Prozent ein.
Das Unternehmen profitierte auch im dritten Quartal von den Lockdowns, so Dan Schulman, Chief Executive Office bei PayPal laut Bloomberg. Zudem stellt er fest, dass sich Verbraucher über 50 Jahren schneller für PayPal anmelden als jede andere demografische Gruppe. „Da die Menschen mit zunehmender Verbreitung des Virus mehr Zeit zu Hause verbringen, wird dies eindeutig zu mehr Online-Einkäufen führen“, sagte Schulman. Dennoch wurde die Umsatzprognose für das Gesamtjahr ein wenig nach unten verschoben. Ging PayPal vor drei Monaten noch von einem Umsatzanstieg von 22 Prozent aus, liegt dieser Wert nun nur noch zwischen 21 bis 22 Prozent. Am Ziel, 70 Millionen aktive Kunden in 2020 hinzuzufügen, hält der Payment-Anbieter aber weiterhin fest.
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