Den Ermittlern ist im milliardenschweren Wirecard-Skandal offenbar ein Teilerfolg gelungen: Der Ex-Chef der Wirecard-Tochter Cardsystems Middle East hat offenbar eine Tatbeteiligung eingeräumt. Das bestätigten die Anwälte des inhaftierten Managers laut FAZ. „Mein Mandant hat sich freiwillig dem Verfahren gestellt und steht – im Gegensatz zu anderen – zu seiner individuellen Verantwortung“, erklärte Strafverteidiger Nicolas Frühsorger.
Mit den „anderen“ könnte der noch immer flüchtige, ehemalige Wirecard-COO Jan Marsalek gemeint sein. Wo genau er sich aufhält, ist noch immer unklar. Marsalek gilt als eine weitere Schlüsselfigur im Bilanzskandal um Wirecard.
Der ehemalige Chef der Cardsystems Middle East war vergangene Woche festgenommen worden, nachdem er sich der Staatsanwaltschaft gestellt hatte. Dafür war der deutsche Manager aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach München gereist. Die Cardsystems Middle East soll eine zentrale Rolle im Asiengeschäft von Wirecard gespielt haben – dort vermuten Ermittler einen Schwerpunkt des mutmaßlichen Milliardenbetrugs.
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