Die Deutsche Bank zeigt Interesse an Teilen von Wirecard. Bereits in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Deutsche Bank mögliche Hilfen für den pleite gegangenen Zahlungsanbieter prüfe, eine Übernahme der Wirecard Bank ist laut Insidern nicht ausgeschlossen. „Wir sind eine der größten Banken im Zahlungsverkehr weltweit. Das ist eine unserer Stärken, ein echtes Kerngeschäftsfeld“, wird Deutsche-Bank-Vorstand Fabrizio Campelli laut Reuters mit Verweis auf ein Interview beim Handelsblatt zitiert. „Wenn sich hier also Gelegenheiten ergeben, uns zu verstärken, werden wir uns diese ansehen.“
Die Wirecard Bank ist in etwa so groß wie eine mittelgroße Sparkasse, eine Übernahme könnte für rund 160 Millionen Euro vonstatten gehen. Zwar ist das Unternehmen, im Gegensatz zum Mutterkonzern Wirecard, nicht insolvent und kann dank ihrer Vollbanklizenz alle Bankdienstleistungen anbieten, allerdings wenden sich immer mehr Partner von der Wirecard Bank ab. Beispielsweise lässt Handelsriese Aldi Süd die Kreditkartenzahlungen seiner Kunden nun über den Konkurrenten Payone abwickeln. Steigt die Deutsche Bank beim krisengebeutelten Unternehmen ein, könnte das ein Zeichen für die Kunden sein, dem Unternehmen doch noch etwas länger die Treue zu halten.
Kommentar schreiben