Wirecard hat offenbar viel länger schon falsche Zahlen vorgelegt, als bisher bekannt war. Die Staatsanwaltschaft München I, die den mutmaßlichen, groß angelegten Betrug bei dem insolventen Zahlungsdienstleister untersucht, geht nach Informationen der Süddeutschen Zeitung, NDR und WDR davon aus, dass die Führungsriege des Zahlungsdienstleisters sich bereits im Jahr 2014 dazu entschlossen habe, „mit vorgetäuschten, also erfundenen Einnahmen die Umsätze und Erlöse künstlich aufzublähen“.
Nun steht der Verdacht im Raum, dass Wirecard bereits in der Jahresbilanz 2015 mit falschen Zahlen gearbeitet habe. Die Annahmen der Staatsanwaltschaft beruhen laut Süddeutscher Zeitung „auf zahlreichen internen Unterlagen von Wirecard“. Zuletzt hatten die Wirtschaftsprüfer von EY, die jahrelang die Bilanzen des Zahlungsdienstleisters testiert hatten, die Bilanz für das Jahr 2018 angezweifelt.
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