Die Lage bei Wirecard hat sich noch immer nicht merklich beruhigt. Nun haben Spekulanten offenbar die Aktie des Unternehmen zu ihrem Spielball erkoren, wie der Spiegel berichtet. Das Papier hatte an der Börse seit dem jüngsten Verschieben der Bilanzvorlage etwa 99 Prozent an Wert eingebüßt und war von rund 100 Euro auf einen Tiefststand von 1,08 Euro gefallen. Am Montagvormittag hat sich der Kurs dann plötzlich mehr als verdreifacht.
Auslöser sei die Ankündigung des Vorstands gewesen sein, trotz des Insolvenzantrags eine Fortführung des Geschäfts anzustreben. Zudem wurde betont, dass die Wirecard Bank nicht Teil des Insolvenzverfahrens und ihr Zahlungsverkehr nicht betroffen sei. Über die Wirecard Bank werden unter anderem die Kreditkartenzahlungen realisiert – als erster Kunde hatte Aldi Süd deutlich gemacht, dass diese Zahlungsart nicht eingeschränkt sei. Für die Verbraucher dürfte das eine beruhigende Nachricht sein.
Wie der Spiegel weiter ausführt, dürften fundamentale Gründe aber wenig mit der Erholung des Aktienkurses zu tun haben. Vielmehr seien es nun Investoren, die nach dem kräftigen Kursabsturz auf eine Erholung hoffen. Mit anderen Worten: Die Aktie wird zum Zockerpapier, mit dem einige Anleger schnelles Geld machen wollen.
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