Der Skandal um den Zahlungsdienstleister Wirecard zieht weitere Kreise. Wie nun bekannt wurde, hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ihre Strafanzeige gegen das Unternehmen erweitert. „Wir haben heute eine Nachtragsanzeige bei der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Marktmanipulation erstattet“, erklärte eine Bafin-Sprecherin laut FAZ. Der Verdacht habe sich erhärtet, nachdem Wirecard in einer Ad-hoc-Mitteilung am Montag erklärt hatte, dass die verschwundenen 1,9 Milliarden Euro mit „überwiegender Wahrscheinlichkeit“ gar nicht existieren.
Damit habe sich der Verdacht verstärkt, dass die bilanzielle Darstellung zu Umsatzerlösen und Vermögensgegenständen unrichtig war, führt die Bafin-Sprecherin weiter aus. Die Aufsicht hatte bereits Anfang Juni Strafanzeige gegen den gesamten damaligen Wirecard-Vorstand erstattet. Zum damaligen Zeitpunkt ging es aber nur um mutmaßlich irreführende Aussagen in zwei Pflichtmitteilungen. Die Bafin ermittelt bereits seit Anfang 2019 gegen den Konzern.
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