Kritik an Libra von vielen Seiten
Die Skepsis und der Rückzug namhafter Partner aus der Libra Association sind die Folge wachsender Vorbehalte gegen die Einführung einer privaten – und demnach nicht staatlich regulierten – weltweiten Währung. Ein solches digitales Zahlungsmittel könnte aufgrund der potenziellen, riesigen Nutzerzahlen die Geldmärkte ins Wanken bringen. Auch bestehe Skepsis, ob Libra „ausreichend gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung“ geschützt sein, heißt es weiter.
Obwohl Facebook versichert hatte, die neue Digitalwährung erst auf den Markt zu bringen, wenn alle Zweifel ausgeräumt und alle potenziellen Schwachstellen beseitigt wären, besteht weiterhin Vorbehalte durch die Politik, Behörden und Banken.
Bereits nach dem Ausstieg von PayPal hatte sich die Libra Association selbstbewusst gegeben und verlauten lassen, dass man sich keine Sorgen um ein mangelndes Interesse machen müsse – es gebe viele Hunderte Unternehmen, die an einer Beteiligung interessiert seien. Und auch nach den jüngsten Abgängen scheint sich diese Haltung nicht geändert zu haben: „Natürlich sind das keine großartigen Nachrichten auf kurze Sicht, aber auf eine gewisse Weise ist das auch befreiend“, wird David Marcus zitiert, der sich bei Facebook für das Libra-Projekt verantwortlich zeigt.
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