Nun ist es offiziell: Facebook startet ab 2020 mit einer eigenen Kryptowährung namens „Libra“ ein neues Bezahlsystem. Es handelt sich um eine globale digitale Währung, die etwa zunächst für internationale Überweisungen, also insbesondere für Transaktionen von verschiedenen Währungen, eingesetzt werden könne, heißt es seitens des Libra-Projekt-Managers David Marcus laut dem Spiegel. Langrifstig jedoch solle es zu einem „vollwertigen Zahlungsmittel für alle Situationen“ werden. Libra-Überweisungen könnten direkt in WhatsApp oder dem Facebook-Messenger getätigt werden.
Verwaltet werden soll das Geld von einer Allianz, der sogenannten Libra Association. Anfang Mai suchte der Social-Media-Konzern zudem Partner für sein Vorhaben und konnte u. a. Visa, Mastercard, Paypal und Stripe dafür gewinnen. Um – vor allem angesichts anhaltender Kritik – in Sachen Datenschutz Sicherheit zu bieten, sollen Nutzer innerhalb des Systems unter Pseudoymen agieren können, Transaktionen würden keine Verbindung zur Identität der Nutzer in der realen Welt zulassen.
Allerdings steht die Währung bereits in der Kritik: Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire forderte etwa eine Regulierung, staatliches Geld dürfe nicht durch eine Digitalwährung ersetzt werden. Die US-amerikanische, demokratische Abgeordnete Maxine Waters forderte, dass Facebook angesichts der „schwierigen Vergangenheit des Unternehmens“ zunächst pausieren, eine Untersuchung des Kongresses und der Aufsichtsbehörden wäre abzuwarten, meldete dazu Gründerszene mit Bezug auf einen CNBC-Bericht.
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