Auf der Payment-Konferenz „ProfitCard 19“ wird während eines Vortrags ein Bild aufgenommen, das schnell die Runde in der deutschen Finanzszene macht und für große Spekulationen sorgt: Auf dem verschwommenen Bild, das von Jochen Siegert auf Twitter verbreitet wird, ist die Botschaft klar: „Girocard Digital in-App“ steht dort. Siegert zufolge das vierte kreditwirtschaftliche Online-Payment-Verfahren nach der Kreditkarte, GiroPay und Paydirekt.
Wie Gründerszene berichtet, wurde gegenüber dem Branchen-Portal Finanz-Szene.de aus Kreisen der Kreditwirtschaft bestätigt, dass die deutschen Banken an einer weiteren Online-Bezahllösung arbeiten. Doch eigentlich war geplant, Paydirekt auch als in-App-Lösung für das Smartphone auszurollen.
sie meinen es tatsächlich ernst @girocard online & in-app #payment. Viertes kreditwirtschaftl. onlinepayment-Verfahren nach Kreditkarte, giropay und paydirekt #ProfitCard19 pic.twitter.com/eh0KnfKe1H
— Jochen Siegert (@jochensiegert) 19. März 2019
Anders als die digitale Girocard könne die in-App-Girocard für den Einkauf über das Smartphone eingesetzt werden. Die geplante Bezahllösung sei dabei günstiger für die Händler als die bisherigen Anbieter, wie Gründerszene meint: „Die gesetzliche Gebührengrenze [für die Girocard] von maximal 0,2 Prozent der Einkaufssumme müsste auch für die in-App-Girocard gelten. Damit wäre das Angebot für die Händler deutlich billiger als Paypal (und auch billiger als Paydirekt)“, heißt es.
Immerhin scheint unwahrscheinlich, dass für die in-App-Girocard eine eigene Unternehmung gegründet wird. Das war bei Paydirekt der Fall. In jedem Fall bedeutet der neue Vorstoß eines: Paydirekt hat sich als in-App-Lösung nicht durchgesetzt.
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