Mit Factoring verkaufen Unternehmen ihre Forderungen an ein externes Institut, dass das Ausfallrisiko übernimmt und dem Händler direkt sein Geld auszahlt. Die Santander-Bank bietet mittlerweile auch Factoring-Lösungen für Online-Händler an. Wir haben mit Tobias Niederau, Bereichsleiter Digital Sales der Santander Consumer Bank AG, über die Möglichkeiten und den Factoring-Markt gesprochen.
OnlinehändlerNews: Was sind Ihrer Erfahrung nach die größten Risiken für – vor allem – kleinere Onlinehändler in ihrem Tagesgeschäft?
Tobias Niederau: Eines der größten Geschäftsrisiken für Händler ist die kostspielige Zeit des Wartens auf das Geld oder die Retoure. Der Verbraucher wünscht sich größtmögliche Flexibilität bei Kaufentscheidungen – daher ist der Kauf auf Rechnung noch immer die beliebteste Zahlungsart im deutschen Online-Handel. Wer als Händler diese Zahlungsart anbieten möchte, steht vor mehreren Herausforderungen: Zahlungsverzögerungen schränken seine Liquidität ein. Zugleich steigt sein Administrationsaufwand, weil er mehrere Zahlungsziele und -wege im Blick behalten muss. Und nach wie vor trägt der Händler das alleinige Ausfall- und Betrugsrisiko, muss sich um Mahnungen und Inkasso selbst kümmern.
Ein weiteres Kostenrisiko für Onlinehändler sind die Retouren, die je nach Branche unterschiedlich hoch ausfallen. Die meisten Shops haben eine durchschnittliche Rücklaufquote von circa 10 Prozent, retourenlastige Branchen wie Mode- oder Schuhhändler oft sogar deutlich mehr. Das beschert dem Händler zusätzliche Kosten für Versand, Qualitätskontrolle und eventuelle Aufbereitung.
Bereits jetzt bieten wir mit unseren Payment Services über 22.000 Händlern online und offline eine transparente Lösung an – und es werden täglich mehr! Damit können sie sich auf das Wesentliche konzentrieren: ihr Geschäft. Denn wir übernehmen das komplette Ausfallrisiko und garantieren eine Auszahlung am folgenden Werktag. Zudem berechnen wir als einziger Factoring-Anbieter Warenkörbe erst nach Retoure. Kommt es zu einer Teilstornierung des Warenkorbes, wird – neben der Transaktionsgebühr – lediglich die prozentuale Factoring-Gebühr auf den tatsächlichen Warenkorbwert erhoben. Bei einer Gesamtstornierung fallen ausschließlich die Storno- und Transaktionsgebühren an.

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