Wirecard wartet auf Start von Google Pay in Österreich

Veröffentlicht: 24.01.2019
imgAktualisierung: 24.01.2019
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 2 Min.
24.01.2019
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Smartphone bei mobilem Bezahlen über NFC-Gerät
© Kaspars Grinvalds/Shutterstock.com
Wirecard wartet in Österreich auf Google Pay und schaltet die Bezahl-App Boon entgegen einer vorherigen Ankündigung nicht Ende März ab.


Der deutsche Zahlungsdienstleister Wirecard forciert die Zusammenarbeit mit Wallet-Anbietern wie Google Pay und Apple Pay. Deshalb sollte die Bezahl-App Boon Nutzern in Österreich eigentlich nur noch bis zum 31. März diesen Jahres zur Verfügung stehen. Nun entschied sich Wirecard gegen das Einstellen des Services und wartet stattdessen auf die Einführung von Google Pay im Land. Parallel baut der Konzern digitale Bankdienstleistungen und mobile Bezahltechnologien in Europa weiter aus.

Wirecard konzentriert sich auf Wallet-Provider

Durch die App Boon erhalten Nutzer eine virtuelle Mastercard-Kreditkarte auf Prepaid-Basis. Mit dieser Booncard können sie per Mobilgerät an NFC-Terminals im In- und Ausland zahlen sowie Online- und In-App-Käufe tätigen. Boon-Nutzer können untereinander auch Geld transferieren. Monatlich fällt eine Nutzungsgebühr von 1,49 Euro an. Verfügbar ist die Kreditkarte u. a. für Services wie Apple Pay, Google Pay, Fitbit und Garmin. Partiell gibt es sie noch als eigenständige Bezahllösung.

Wirecard will die App Boon jedoch künftig ausschließlich mit Services wie Google Pay, Apple Pay und ähnlichen Angeboten verwenden. Das berichtet Heise. Sobald Boon allerdings mit Wallet-Providern verwendet wird, ist die virtuelle Kreditkarte nicht länger eigenständig verfügbar. Wer die Bezahllösung verwenden will, muss deshalb auch eine neue Version der App installieren. Das betraf Mitte letzten Jahres bereits Nutzer in Deutschland, im September 2018 in Italien und im Dezember 2018 in Frankreich. Auch für weitere Länder ist die Ausweitung von Boon auf Wallet-Provider geplant, so Wirecard.

Damit in Österreich, wo es derzeit weder Google Pay noch Apple Pay gibt, dennoch weiterhin die App verwendet werden kann, entschied sich der Konzern bis zum Start von Google Pay, den Dienst auch über Ende März hinaus anzubieten. Es soll eine adäquate Lösung geben, hieß es.

Wirecard erweitert Bankdienstleistungen in Europa

Erst vor wenigen Tagen launchten Wirecard und Uhrenhersteller Swatch einen weiteren Bezahldienst namens „SwatchPAY!“. Schweizer, die über eine SwatchPay-Uhr verfügen, können Boon darauf einrichten und ab 1. Februar bargeldlos damit bezahlen.

Zudem baut der Konzern auch in Schweden digitale Bankdienstleistungen aus. In dem skandinavischen Land werden nur rund 13 Prozent der Einkäufe bar bezahlt. Aus diesem Grund launcht Wirecard mit dem schwedischen FinTech-Unternehmen P.F.C. – Personal Finance Co., ehemals Betalo, eine volldigitale Banking-Lösung, wie das Unternehmen heute mitteilte. Dabei handelt es sich um ein Mastercard-Debitkarten-Programm in Kombination mit einer stark personalisierten App, damit die schwedischen Nutzer ihre Finanzen besser im Blick behalten können.

Veröffentlicht: 24.01.2019
img Letzte Aktualisierung: 24.01.2019
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

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