Schuldner auch im Forderungsmanagement als Kunden behandeln
Auch Kunden mit Zahlungsstörungen bleiben Kunden und sollten im Sinne der Kundenbindung als solche behandelt werden. Das schließt jedoch nicht aus, beim Auftreten von Zahlungsstörungen ein konsequentes Forderungsmanagement umzusetzen. Das Ziel, um jeden Preis seine Forderungen einzutreiben, zerstört allerdings das Kundenvertrauen und die Kundenbindung geht verloren. Online-Händler sollten daher auch beim Inkasso respektvoll mit ihren Kunden umgehen und den Dialog mit dem Schuldner suchen.
Für den Online-Händler ist es dabei wichtig herauszufinden, ob der Kunde nicht bezahlen kann oder nicht bezahlen will. Auch die Hintergründe sind wichtig, denn unter Umständen verbirgt sich hinter der Zahlungsstörung Kundenunzufriedenheit oder ein anderer Grund, der durch einen Dialog schnell zu lösen ist. Online-Händler, die bei offenen Forderungen das Gespräch mit dem Schuldner suchen, können flexibel reagieren und auf die Zahlungsschwierigkeiten eingehen. Kunden mit Zahlungsstörungen sollten individuell behandelt werden. Es kann sich für den Online-Händler lohnen, individuelle Absprachen, wie zum Beispiel eine Ratenzahlungsvereinbarung, zu treffen. Zum einen werden die Forderungen sehr oft am Ende beglichen, zum anderen fühlen sich die Kunden vom Unternehmen respektiert und verstanden.
Kunden, die sich auch in einer schwierigen Lage gut behandelt fühlen, bauen ein Vertrauensverhältnis und eine langfristige Bindung zum Unternehmen auf. Kunden mit vorübergehenden Zahlungsschwierigkeiten werden so trotz Forderungsmanagement oft zu treuen Kunden.
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