Datensicherheit von innovativen Zahlungsmethoden
„Generell können mobile Endgeräte die Sicherheit beim Online-Bezahlen erhöhen, wenn sie im Zuge eines Zwei-Wege-Verfahrens eingesetzt werden“, sagt Benzmüller. „Dies ist z.B. beim mTAN-Verfahren der Fall, allerdings gibt es auch hier schon spezielle Trojaner, die diesen Mechanismus unterlaufen.“
Bei Zahlungsmethoden, die über SMS Geld an eine bestimmte Nummer senden, ist der Sicherheitsexperte kritischer, denn diese „können von Kriminellen leicht ausgenutzt werden“ so Benzmüller. „Hier wird der Online-Kunde schnell zum Opfer.“
In den USA können Nutzer seit einigen Wochen ihre American Express Kreditkarte mit ihrem Twitter-Account verknüpfen und dadurch für ausgewählte Produkte zahlen. Dafür wird ein Hashtag des Produktes an den Kreditkartenanbieter getwittert. Innerhalb von 15 Minuten wird der Kauf über einen Antwort-Hashtag bestätigt.
„Der Dienst von Twitter und AmEx ist als Experiment eingestuft. Die Angriffsfläche ist hier allerdings groß, denn Phishing für Twitter-Accounts ist nach wie vor sehr erfolgreich“, warnt Benzmüller und gibt zu bedenken: „Wenn das Konzept flächendeckend eingeführt und genutzt wird, müssen Twitter-Accounts besser gegen Phishing geschützt werden, denn bei diesem Dienst kann jeder, der die Nachrichten eines bestimmten Nutzers abonniert hat, sehen, was dieser gekauft hat. Von Datenschutz kann dann keine Rede mehr sein.“
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