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Steuerfahndung nimmt Influencer ins Visier: 200 Verfahren in NRW eingeleitet

Veröffentlicht: 23.09.2025
imgAktualisierung: 23.09.2025
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 2 Min.
23.09.2025
img 23.09.2025
ca. 2 Min.
Holzwürfel mit schwarzen Figuren, einer oben rot markiert und durch Lupe hervorgehoben.
IgorVetushko / Depositphotos.com
Eine Task Force des Landesamts zur Bekämpfung der Finanzkriminalität NRW prüft Steuervergehen bei Influencern. Hunderte Verfahren laufen.


Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF) in Nordrhein-Westfalen hat eine spezielle Task Force eingerichtet, um Steuervergehen in der Influencer-Branche aufzudecken. Unter der Leitung von Stephanie Thien, Chefin von 1.200 Steuerfahndern, prüfen die Ermittler sowohl gesponserte Luxusgüter als auch verdächtige Einkommensstrukturen. „Unsere Ermittlungsexperten verfügen über digitale Methoden, um den Influencern in ihre Welt des schönen Scheins zu folgen“, erklärt Thien gegenüber Beck-Aktuell.  

200 Verfahren und Millionenbeträge im Fokus  

Aktuell laufen in NRW rund 200 Steuerstrafverfahren gegen Influencer. Dabei geht es laut Finanzministerium häufig um „hohe fünfstellige steuerliche Fehlbeträge, in Einzelfällen auch um Millionen“. Die Ermittler analysieren öffentliche Social-Media-Inhalte, wie etwa das Zeigen geschenkter Handtaschen, die steuerlich angegeben werden müssen.  

Auch sogenannte Fake-Umzüge nach Dubai stehen im Fokus der Fahnder. „Wer seinen Wohnsitz nach Dubai verlegt, muss auch dort leben“, betont Thien. Ziel der Task Force sei es, für Steuergerechtigkeit zu sorgen.  

Wie steuerunehrlich sind Influencer?

Vor kurzem geriet NRW wegen eines angeblichen Influencer-Steuer-Skandals in die Schlagzeilen. Neue Recherchen zeigen jedoch, dass der Schaden durch Steuervergehen in der Branche deutlich niedriger ausfällt als die ursprünglich geschätzten 300 Millionen Euro. Die angegebene Summe bezog sich nicht auf die Steuerlast, sondern auf die zugrunde liegenden Umsätze. Die tatsächliche Steuerhöhe hängt vielmehr vom Gewinn und dem individuellen Steuersatz der Influencer:innen ab. Das Finanzministerium NRW betonte, dass das genaue Ausmaß der steuerlichen Auswirkungen erst nach Abschluss der Verfahren feststehen werde. Obwohl die Ermittlungen bundesweit laufen, deuten erste Erkenntnisse darauf hin, dass die Beträge pro Influencer:in oft gering sind – was Insider dazu veranlasst, den Aufwand der Ermittlungen infrage zu stellen. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 23.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 23.09.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

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1 Kommentare
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KI
24.09.2025

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Meinung: überprüft doch erst einmal die Machenschaften von Jens Spahn und seinen Maskendeals. Da gibt es bestimmt ganz schnell viele Milliarden zurück zu holen! Steuervergehen in der Politiker-Branche sind bekannt - werden aber nicht konsequent verfolgt. Weshalb nicht?