Nach Klage: Milka-Schokolade zur Mogelpackung des Jahres gewählt

Veröffentlicht: 21.01.2026
imgAktualisierung: 21.01.2026
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 1 Min.
21.01.2026
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Milka Schokolade
monticello / Depositphotos.com
Höherer Preis, weniger Inhalt: Milka Alpenmilch wurde zur Mogelpackung des Jahres gewählt.


Die Verbraucherzentrale hat Verbraucher:innen abstimmen lassen, welche die Mogelpackung des Jahres ist. Gewählt wurde die Milka Alpenmilchschokolade. Rund zwei Drittel der insgesamt 34.700 abgegebenen Stimmen stimmten für die Schokolade ab. Die Verbraucherzentrale Hamburg teilte mit, dass es noch nie einen derart hohen Stimmanteil gegeben habe, wie die Tagesschau berichtete.

Höherer Preis für weniger Menge

Die Schokoladentafel ist um zehn Gramm leichter geworden und gleichzeitig ist der Preis von 1,49 auf 1,99 Euro gestiegen, so die Angaben der Verbraucherzentrale. Dabei handle es sich um eine Preiserhöhung von über 48 Prozent.

Für diese Änderung muss Milka sich bald auch vor Gericht rechtfertigen: Bereits im letzten Jahr hat die Verbraucherzentrale gegen die Mogelpackung geklagt. Sie forderte eine verpflichtende Kennzeichnung über die veränderte Menge. Im April wird der Fall vor dem Landgericht Bremen geklärt.

Verbraucherschützer fordern bessere Kennzeichnung

Die Verbraucherzentrale Hamburg sieht hier vor allem in der Politik Handlungsbedarf. Etwa eine bessere Kennzeichnung von Preiserhöhungen. „Die Politik ist gefordert, endlich für echte Preiswahrheit im Supermarkt zu sorgen“, so Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

In Österreich und Frankreich sind Händler verpflichtet, Hinweise auf Preiserhöhungen am Regal zu platzieren, in Brasilien müssen Unternehmen auf der Verpackung über verringerte Inhalte informieren. In Deutschland gibt es bisher keine Regelung diesbezüglich. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 21.01.2026
img Letzte Aktualisierung: 21.01.2026
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Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

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2 Kommentare
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K.I
22.01.2026

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Meinung: Es ist typisch - in Deutschland wird es Mogelpackung genannt - auf den Punkt gebracht nennen es die meisten aber BETRUG! In Deutschland wird sich mit der von Lobbyisten geprägten Politik der CDU / CSU nichts ändern! Frau Klöckner hat vor Jahren schon die große Nähe zu Produzenten und mangelnden Verbraucherschutz vorgelebt. Deshalb ist der Nutri-Score in Deutschland nicht verpflichtend und praktisch wertlos! Es wurde mit Vorsatz verhindert das ungesunde Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen! NIE wieder CDU / CSU wählen!
JL
22.01.2026

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Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Dafür gibt es den Grundpreis zum vergleichen. Jeder sollte doch die Grundpreise lesen können. Die Kunden die davor schon in Mengen gekauft haben, wissen sicherlich was drin war und den Preis dazu. Die Kunden welche ab und an mal ne Schokolade kaufen, denen wird es egal sein bzw. auch hier kann man ja auch auf andere Hersteller oder Hausmarken ausweichen, wenn es zu teuer schein. Und freundlich ausgesprochen, kann es so weitergehen mit den Preisen für die Süßwaren. Außer das man Fett wird (zumindest die meisten) hat man nichts davon. Persönlich würde ich sogar dafür plädieren das die Hersteller von Süßigkeiten 10-20% der Gewinne aus diesen Geschäft an die Krankenkassen zu zahlen haben, denn eigentlich generieren diese Süßigkeiten hohe Kosten für alle ( gilt Nebenbei auch für Sportarten wie Skifahren, Tauchen etc, denn was hier an Kosten anfällt für die KK, gehört nicht in ne Krankenversicherung sondern in ne Unfallversicherung). Und bevor los gejammert wird. Auch ich esse Schokolade, Fahre Ski und bin beim Tauchen und ich habe nen hohe Unfallversicherung für die beiden letzteren.