Heute schlägt dein Handy Alarm – wir erklären dir, warum

Veröffentlicht: 11.09.2025
imgAktualisierung: 11.09.2025
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 3 Min.
11.09.2025
img 11.09.2025
ca. 3 Min.
Alarmsirene vor blauem Himmel
Florisvis / Depositphotos.com
Jedes Jahr im September klingeln bundesweit alle Handys zur gleichen Zeit. Was es mit dem Test auf sich hat, erfährst du hier.


11. September 2025, 11 Uhr Vormittag: Die Sirenen schrillen. Nicht nur draußen auf den Straßen, sondern auch in den Wohnungen melden sich die Smartphones lautstark. Aber keine Sorge, denn bei dem Signal handelt es sich lediglich um einen Test, welcher die Systeme auf den Ernstfall vorbereiten soll. Wir erklären, was du jetzt wissen solltest.

Was ist der Bundesweite Warntag?

Der Warntag ist eine jährliche Probe aller Warnsysteme in Deutschland. Bund, Länder und Kommunen testen, ob Sirenen, Apps, Radio, TV und Systeme wie Cell Broadcast zuverlässig funktionieren.

Wann findet der Bundesweite Warntag statt?

Der Bundesweite Warntag findet seit 2020 stets am zweiten Donnerstag im September statt. 2025 ist das der 11. September.

Was passiert am Bundesweiten Warntag?

Um 11:00 Uhr werden in ganz Deutschland durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) über das Modulare Warnsystem (MoWaS) Warnsignale zu hören sein. Diese werden sowohl in Rundfunk und Fernsehen als auch über öffentliche Sirenen, digitale Anzeigetafeln und auf Smartphones ausgespielt. Letzteres erfolgt seit 2022 über das Cell Broadcast System. Zusätzlich spielen gesonderte Warnapps wie NINA oder Katwarn die Meldung aus.

Um 11:45 Uhr folgt zudem eine Entwarnung, welche den Test als beendet markiert.
 

Welche Warnsignale gibt es?

  • Sirenen (auf- und abschwellender Heulton: „Achtung, Gefahr“)
  • Dauerton zur Entwarnung
  • Cell Broadcast: Warnmeldung direkt aufs Handy
  • Warn-Apps wie NINA, Katwarn oder BiWAPP
  • Radio, TV, Infotafeln (z. B. bei der Bahn oder in Städten)
     

Muss ich bei Empfang der Meldung etwas tun?

Nein. Die Meldung auf dem Smartphone wird automatisch ausgespielt – auch im Lautlosmodus. Sie verschwindet ebenso wieder von selbst oder kann nach dem Lesen geschlossen werden.

Brauche ich eine App, um die Meldung zu empfangen?

Grundsätzlich funktioniert Cell Broadcast ohne App. Allerdings können manche ältere Smartphones das Signal nicht empfangen. Laut BBK ist bei Android-Smartphones mindestens das Betriebssystem Android 11 erforderlich – bei Apple-Geräten funktioniert Cell Broadcast ab der iOS-Version 16.1. Auch ein aktivierter Flugmodus kann die Meldungen von Cell Broadcast behindern.

Zusätzliche Apps wie NINA können diese technische Hürde umgehen und bieten zudem Zusatzinfos, Verhaltenstipps und eine Entwarnung.

Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Warnung und Entwarnung?

Die Warnmeldung erfolgt um 11 Uhr und besteht aus einem akustischen Heulton, der zunächst auf- und dann abschwellt. Das Signal dauert etwa eine Minute.
 

Die spätere Entwarnung folgt um 11.45 Uhr und besteht dagegen aus einem etwa einminütigen Dauerton. Zudem werden beide Meldungen durch eine schriftliche Meldung auf dem Smartphone begleitet.

Muss ich auf die Warnung reagieren?

Nein – es handelt sich nur eine Probe.
Im Ernstfall wären allerdings Maßnahmen nötig. Je nach konkreter Notlage könnten diese vom Schließen von Türen und Fenstern bis hin zur Evakuation reichen. Um zu wissen, was zu tun ist, sollte man daher das Radio anschalten oder auf öffentlichen Nachrichtenportalen nach weiteren Informationen sehen.

Warum ist der Bundesweite Warntag wichtig?

Katastrophen wie die Flutkatastrophen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz 2021 zeigten, wie wichtig funktionierende Warnsysteme im Ernstfall sind. Mit dem Bundesweiten Warntag wird dabei nicht nur die Technologie auf ihre Funktion getestet, sondern auch die Bevölkerung sensibilisiert.

Kann der Alarm gefährlich sein?

Der Alarm ist per se nicht gefährlich, kann jedoch erschrecken, wenn man nicht darauf vorbereitet ist. Besonders Herzpatient:innen, Angstpatient:innen, geflüchtete Personen oder Kinder sollten daher vorgewarnt werden.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 11.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 11.09.2025
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

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