Noch im Juni letzten Jahres warf Bundeskanzlerin Merkel sich dem Spott der – vor allem jüngeren – Bevölkerung hin, als sie erklärte: „Das Internet ist für uns alle Neuland“. Diese Aussage fiel im Zusammenhang mit der NSA-Affäre und bezog sich auf die Unfähigkeit der Bundesregierung, sich gegen digitale Spionage-Methoden zur Wehr zu setzen. Verstanden wurde sie von vielen Menschen aber als: Wir Deutsche sind digitale Neandertaler.
Dass Deutschland aber keineswegs im digitalen Steinzeitalter hauste, war klar. Trotzdem vernachlässigte die Regierung das Internet zu lange. Erst in diesem Jahr wurde die Digitale Agenda vorgestellt. Und wieder hagelt es Kritik: zu schwammig, zu inkonsequent, zu schlecht geplant. Die Agenda präsentierte keine klare Strategie, sondern lediglich ein Wunschszenario. Und trotzdem zeigt sie, dass sich die Regierung nun endlich mit dem Internet beschäftigt.
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