Anders als bei Marktplätzen, die ihren angeschlossenen Händlern eine gewisse Basis an Besucherstrom sichern, stehen Einzelshops stets vor der Aufgabe, Besucher anzulocken – denn „von allein“ finden nur Stammkunden in den Shop (und auch die meist nicht ohne „Erinnerung“).

Allerdings gelingt die Trafficgenerierung mit Suchmaschinen-Optimierungsmaßnahmen allein in der Regel nur bedingt. Deswegen spielen Anzeigenschaltungen – insbesondere auf CPC-Basis – meist eine zentrale Rolle im Marketingmix von Onlineshops. Bisher fiel Händlern dafür vor allem eine Plattform ein: Google mit seinen Google Adwords-Anzeigen. Nun möchte Amazon in diesem Geschäft als Trafficgenerator mitmischen und kreierte die neuen „Amazon Produktanzeigen“. Dabei gehen die Amazon PLA sehr viel weiter als Google Adwords-Anzeigen, denn die Produkte werden nahezu „nahtlos“ in den Amazon Marketplace-Produktkatalog integriert. Hierdurch sehen sie weniger wie „Anzeigen“ aus, sondern eher wie echte Verkaufsangebote.
Damit ergibt sich für Händler ein – von Amazon durchaus beabsichtigter – Nebeneffekt: Per Amazon PLA können auch Händler, die bisher nicht über den Marketplace verkaufen wollten (oder dürfen, Stichwort Vertriebsbeschränkungen!) ihre Produkte dort ganz „normal“ listen lassen. Möchte ein Amazon-Nutzer dann ein per PLA gelistetes Produkt kaufen, führt der entsprechende Button jedoch nicht zum Amazon-Marketplace-Warenkorb, sondern zum externen Shop des Händlers. Amazon berechnet für diesen Service einen Klickpreis und der Händler kann davon profitieren, dass der Kunde bei ihm im Shop kauft, anstatt bei Amazon.
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für den super Beitrag! Ich denke auch, dass die Benutzer stetig neukalkulieren müssen, ob die Werbemaßnahme überhaupt sinnvoll ist.
Grüße aus Leipzig
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