Social Media-Portale setzen auf Werbung, Facebook integriert Impressum
Pinterest hat sich dazu entschlossen, endlich auf Werbeformate zu setzen und will dementsprechend kostenpflichtige Werbung einführen. Das soziale Netzwerk ist bekannt dafür, konsumfreudigen Nutzern einen Kanal zu bieten und sowohl Online- als auch Offline-Käufe anzuregen. Ziel ist es, endlich von der Kauflaune der Mitglieder zu profitieren.
Auch Facebook bastelt an seinen Werbeformaten und hat angekündigt, künftig Video-Anzeigen einzubinden. Die Kurzvideos dürften bei vielen Werbetreibenden auf großen Zuspruch stoßen und sollen vorerst in den Vereinigten Staaten ausgerollt werden. Falls die Einbindung dort erfolgreich verläuft, dürfte auch eine Erweiterung auf Deutschland durchaus wahrscheinlich sein.
Für eine Großzahl von Online-Händlern dürfte eine weitere Neuerung von Facebook für Aufatmen sorgen: Die Einbindung eines Impressums. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Fälle, in denen sich die User über mangelnde Möglichkeiten zum rechtssicheren Auftritt beschwert haben – es gab sogar Fälle von Abmahnungen. Nun soll eine neue Schaltfläche für zufriedene Unternehmen sorgen. Bislang ist die Einbindung jedoch nur auf die „normale“ Version beschränkt, während die mobile Version bislang außen vor bleibt.
SEO und SEA: Von zerschlagenen Netzwerken, ausgeschlossenen Anzeigen und einem neuen Player
Auch in der Welt der Suchmaschinenoptimierung und des -marketings gab es im März Einiges zu berichten. So führte Google seinen Kampf gegen sogenannte „unnatürliche Links“ fort und zerschlug ein weiteres deutsches Linknetzwerk. Das Besondere an der Aktion: Zum ersten Mal nannte das US-Unternehmen den Namen des entsprechenden Missetäters: efamous.
Darüber hinaus legte Google Hand an seine AdWords-Anzeigen, die mithilfe eines neuen Features noch höhere Klickraten generieren sollen. Wie das funktioniert? Mit integrierten Kundenbewertungen, die die Qualität des entsprechenden Produkts oder der Dienstleistung in den Fokus rücken. In einem ersten Schritt wird Google die neuen AdWords-Anzeigen in den USA, in Kanada und dem Vereinigten Königreich launchen.
Kritisch dürften Online-Händler derweil das Vorhaben von Google bezüglich der Shopping-Anzeigen sehen. Das Unternehmen hatte angekündigt, nur noch jene Produkte zu bewerben, die mit vollständigen Informationen versehen sind. Unvollständigkeit solle demnach zum Ausschluss aus dem Anzeigen-Repertoire führen.
Um der Übermacht von Google zu trotzen, steht Usern seit wenigen Wochen eine neue Möglichkeit zur Verfügung: Qwant.com ist nämlich eine frisch gelaunchte Suchmaschine, die an der Marktführerschaft Googles kratzen will und Nutzern mehr Privatsphäre verspricht.
Rechtliches im März
Auch die Rechtswelt hielt für Online-Händler wieder einige Neuigkeiten bereit. Unsere Juristin Yvonne Gasch hat für Sie die wichtigsten News zusammengetragen:
Zum 12.03.2014 trat die für den Verkauf über die Plattform eBay schon länger angekündigte AGB-Umstellung in Kraft. Das Europäische Parlament in Straßburg hat am selben Tag für eine neue Datenschutz-Grundverordnung gestimmt. Dieser Schritt war auch dringend notwendig, haben die bisherigen Regelungen bereits ein stolzes Alter von 19 Jahren erreicht. - In der sich ständig entwickelnden Internetwelt ein wahres Fossil.
In weniger als 3 Monaten kommt auf Online-Händler eine große Gesetzesumstellung zu: die Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie. Verkäufer können aber punkten, wenn sie sich rechtzeitig mit der Umstellung vertraut machen. Im März hat sich unsere Artikelreihe daher mit der Garantie, dem Verkauf digitaler Inhalte sowie den neuen Ausschluss- und Erlöschensgründen in Bezug auf das Widerrufsrecht fortgesetzt.
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