Innovationen und Flops
Während dieser Zeit konnte der Online-Händler immer wieder mit neuartigen Technologien aufwarten, die mal mehr und mal weniger gut funktionieren. Das eigene Bezahl-Modell Prime, die smarte Sprachassistentin Alexa und die ganze Armada an Eigenmarken, welche Amazon inzwischen sein eigen nennen kann, sind nur ein kleiner Bruchteil der Errungenschaften, welche sich der Online-Riese in den letzten zwei Jahrzehnten erarbeitet hat.
Aber alle diese Innovationen gingen natürlich auch mit einigen Flops daher. Erst vor wenigen Monaten sorgte die Ankündigung des smarten Türschlosses Amazon Key für einige Erheiterung im Netz („Hallo Amazon, meine Katze ist weg“). Und auch das großangekündigte Amazon Fire Phone konnte keine Begeisterungsstürme auslösen und wurde nur ein Jahr nach Verkaufsstart wieder eingestellt. Das Geschäft mit dem eigenen Smartphone brachte Amazon letztendlich ein Minusgeschäft von 170 Millionen Dollar (weitere Flops der Online-Branche gibt es in der Novemberausgabe unseres Onlinehändler Magazins). Bedenkt man, dass mit Jeff Bezos der reichste Mensch der Welt an der Unternehmensspitze von Amazon sitzt, war dieser Verlust durchaus verschmerzbar.
Aber gerade in den letzten Jahren musste sich die Plattform viel Kritik, besonders von seinen externen Händlern gefallen lassen. Strikte Regelungen, Auszahlungsprobleme und Accountsperrungen brachten immer wieder Verkäufer gegen Amazon auf. In dieser Woche wurde sogar bekannt, dass man bei der Konkurrenzplattform Ebay illegale Kunden abgeworben habe. Prompt reichte Ebay Klage gegen Amazon ein. Man darf gespannt sein, wie dieser Zwist noch ausgehen wird.
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