Liebe Händler,
ihr habt genug um die Ohren und das soll auch keine Kolumne sein, die euch ein schlechtes Gewissen bereitet, eine Aufgabe versäumt zu haben. Natürlich ist es wichtig zu kalkulieren, welche Kosten für eine kreative Verpackung überhaupt tragbar sind und mir steht es auch gar nicht zu, euch etwas vorzuschreiben. Aber es ist eben doch nicht nur das verkaufte Produkt, das als ein Aushängeschild für die eigene Marke steht. Es ist – um noch einen weiteren Marketing-Begriff in den Text zu schmeißen – die gesamte Customer Journey ausschlaggebend.
So überzeugt es mich als Kunde eben nur wenig, wenn mir erst ein auf meine individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Produkt angepriesen wird, dass mir dann aber in einem traurig aussehenden braunen Pappkarton serviert wird, an dem ich nicht einmal erkennen kann, von wem das Paket überhaupt kommt. Es könnte ja auch das peinlich berührende Geburtstagsgeschenk der Tante dritten Grades sein, dass ich gar nicht erst aufmachen will.
Eine Verpackung ist schließlich ein Markenstatement. Daher ist es überraschend, dass in der aktuellen Logistik-Studie des Händlerbundes von den insgesamt 513 befragten Händlern 66 Prozent angegeben haben, dass sie Branding bei Versandverpackungen als unwichtig betrachten.
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