Klarna und der wackelnde Bierbauch
Einer meiner derzeit beliebtesten und gleichzeitig absurdesten Werbespots stammt vom Payment-Service-Provider Klarna. Ein Mann steht oberkörperfrei im Wohnzimmer, während in Zeitlupe sein Bauch mithilfe von Lautsprecherboxen zum wackeln gebracht wird:
Als ich diese Werbung das erste Mal über den Bildschirm habe flimmern sehen, entsprach mein Gedankengang in etwa folgendem inneren Monolog: „Uhh, die Werbung soll die 80er simulieren ... ach nein, es scheint wohl um Lautsprecherboxen zu gehen ... oder doch ein neues Diätmittel ... KLARNA???“ Ob das der erhoffte Werbeeffekt von Klarna war, bleibt zu bezweifeln. Wem Klarna als Zahlungsanbieter ein Begriff und die englische Sprache nicht völlig fremd ist, der versteht vielleicht den tieferen Sinn hinter der „Smooth Payments“-Kampagne. An allen anderen dürfte der Werbeeffekt aber wahrscheinlich vorbeigehen.
Noch besser als das „Bierbauch vor Boxen“-Video finde ich persönlich die Interpretation der Klarna-Werbekampagne welche ich den Titel „Fisch auf Rutsche“ gebe:
Auch hier würde sich mir als ahnungsloser TV-Zuschauer die Werbebotschaft absolut nicht erschließen. Geht es um Spielzeug? Putzmittel? Aufforderung zum Vegetariertum? Jedenfalls scheint der Fisch die beste Zeit seines Lebens zu haben, als er da so über den Boden schlittert. Unterlegt Klarna diese Werbung noch mit dem Dirty-Dancing-Titelsong „Time of my Life“, es wäre sicherlich ein Internethit geworden.
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der vorletzte Satz schwebte mir schon als Antwort vor - als Sie Ihre ersten Zweifel an der Werbung äußerten.
die Streitkultur über Sinn oder Unsinn ist Heutzutage sowieso wichtiger als der Inhalt.
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bei Melissa Lee Video (Petition mit Dawanda) was stand wohl ganz oben ?
genau (nicht ganz wörtlich)
man - sieht Sie heute wieder niedlich aus
oder ist sowas in Deutschland überhaupt möglich ?
oder ich habe nicht gezahlt - aaaber mir einen Anwalt genommen (war der Gratis ?)
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