Habemus Steuerreform! Donald Trump hatte im November 2017, nach einem langen Kampf und viel Kritik von allen Seiten, seine lang versprochene Steuerreform endlich durchgeboxt. Die „Tax Cuts and Jobs Act“, der im Dezember endgültig verabschiedet wurde, genannte Verordnung soll vor allem eins: Die Reichen reicher und die Armen … weniger reich machen. Dicke Steuergeschenke für inhabergeführte Firmen, langfristig höhere Kosten für Otto-Normal-Bürger, Entlastung für Privatjet-Besitzer und ein ausgehöhltes Gesundheitssystem – das sind nur einige Ergebnisse der großartigen Trump’schen Steuerreform.
Aber nicht nur in der Bevölkerung sorgt die Verordnung für Chaos und ungleiche Verhältnisse. Auch unter den großen Konzernen geht es hoch her. Denn während Amazon in seinen Quartalszahlen erklärt, durch den „Tax Cuts and Jobs Act“ eine Steuer-Gutschrift von etwa 789 Millionen US-Dollar erhalten zu haben, gibt es für Ebay eine dicke Nachforderung: 3,1 Milliarden (!) Dollar Steuern muss der Online-Marktplatz zahlen.
Noch härter trifft es aber Google-Mutter Alphabet. So hart, dass der Konzern es sich nicht hat nehmen lassen, die Auswirkungen der Steuerreform aufzuschlüsseln. Vor dem „Tax Cuts and Jobs Act“ lag der effektive Steuersatz bei 15 Prozent – gemessen am operativen Ergebnis von 7,7 Milliarden Dollar. Rund 1,2 Milliarden Dollar hätte Alphabet vor der Steuerreform so an Einkommenssteuer zahlen müssen.
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