Amazon hat hierzulande eine absolute Vormachtstellung. Dies ist Fakt. Erst vor kurzem veröffentlichte Zahlen zeigen, dass Amazons Marketplace-Händler weltweit auf einen unfassbaren Bruttowarenwert von 155 Milliarden Dollar kommen und CEO Jeff Bezos inzwischen sogar den Titel „Reichster Mensch der Welt“ tragen kann. Lange Zeit schienen auch die teils grenzwertigen Geschäftspraktiken des Online-Händlers seinem Erfolg keinen Abbruch zu tun: Auch wenn man sich als Händler durch die Vorgehensweise von Amazon benachteiligt fühlt, um wirtschaftlich zu arbeiten, kommt man um einen Verkauf auf der Plattform fast nicht herum.
Die vor ein paar Wochen von Birkenstock gefällte Entscheidung, nicht mehr auf Amazon zu verkaufen, hatte bereits erste Signalwirkung. Man wollte sich mit den Geschäftspraktiken des Versandhändlers – in dem Fall der lapidare Umgang mit Produktfälschungen – nicht mehr herumärgern und hat einen klaren Schlussstrich gezogen. Von vielen Händlern folgte daraufhin ein positives Feedback. „Endlich mal einer der Amazon die Stirn bietet. Weiter so.“ und „Glückwunsch!! Hoffentlich eine Signalwirkung für möglichst viele Hersteller und Händler, sich gegen das rücksichtslose, borniert händlerfeindliche Treiben dieser Plattform zu wehren“, konnte beispielsweise in unseren Kommentaren gelesen werden.
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