Einnahmequellen? Unter keinen Umständen!
Nun also dennoch ein Quasi-Einlenken und die Ankündigung seitens YouTube, dass Werbung in einem passenden Umfeld und damit möglichst zielgruppengenau ausgespielt werden soll, sodass bestenfalls weniger geskippt wird. Doch das eigentliche Problem liegt meines Erachtens ganz woanders und ist so simpel wie gleichzeitig traurig: Die Betrachter der Videos sehen es mittlerweile als völlig selbstverständlich an, Dinge zu konsumieren, in die zum Teil viel Zeit, Arbeit und vor allem auch Schweiß und Tränen geflossen sind, ohne dafür auch nur einen einzigen Cent zu bezahlen.
Selbst das Betrachten von Werbevideos wird als störend eingestuft, ohne dass den meisten überhaupt bewusst ist, dass man mit ein paar Sekunden Lebenszeit die Inhalte, die man so liebt, unterstützen würde – ohne dabei auch nur ansatzweise Geld opfern zu müssen. Und auch andere Einnahmequellen wie beispielsweise Affiliate-Links oder gar Mini-Spenden werden als Ausgeburt der Kapitalismushölle betitelt, weil das Selbstverständnis, mediale Erzeugnisse unentgeltlich zu konsumieren in der heutigen Zeit tief und fest im Bewusstsein verankert ist.
Kommentar schreiben