In den Sommermonaten gehen die Verkäufe im Online-Handel generell zurück, die potenzielle Kundschaft macht Urlaub und genießt das Wetter. Wir erklären, wie Online-Händler die warmen Monate nutzen können.

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Tobias Köhler hat ein Problem: Das gute Wetter. Kaum kommt die Sonne raus und die Tage werden länger, bleiben die Kunden seinem Online-Shop fern. Gut, für die langen Tage hat Tobias auch das falsche Sortiment: Beleuchtungsartikel. Die verkaufen sich in den Sommermonaten – wie man sich denken könnte – äußerst schlecht. Und so ist Tobias Köhler in dem berühmt-berüchtigten Sommerloch gefangen. Dass seine Verkäufe nun plötzlich in den nächsten Wochen wieder anziehen werden, ist unwahrscheinlich.
Es gibt einige Branchen, denen es ähnlich ergeht. Beleuchtungsartikel haben es in den Sommermonaten natürlich äußerst schwer, aber auch Produkte aus den Bereichen Bürobedarf und Küche & Haushalt verkaufen sich in dieser Zeit eher schleppend. Das zeigt zumindest der Metoda E-Commerce-Index aus dem Mai 2017. Aber nicht der gesamte Handel leidet unter dem guten Wetter: Wer das richtige Sortiment anbietet, profitiert durchaus vom Sommer. Gartenartikel, Bademode, Sportartikel und Produkte rund ums Auto erleben laut E-Commerce-Index einen wahren Aufschwung.
Trotzdem zeigen sich die Kunden insgesamt durchaus weniger kauffreudig, wie eine Erhebung des Preisvergleichsportals Billiger.de aus dem Jahr 2015 zeigt. So sei die Nachfrage im Online-Handel im Juni damals um ein Viertel im Vergleich zum Januar gesunken. Das sei auch „kein einmaliges Phänomen“, betont das Unternehmen. Auch in den Jahren davor habe man diesen Verlauf beobachtet, zum Weihnachtsgeschäft hin zieht die Kauflust der Menschen dann wieder deutlich an.

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