Die Optimierung des Bezahlvorgangs ist bei Abo-Commerce-Modellen entscheidend, um dadurch die Umsätze zu erhöhen und das Kundenerlebnis zu verbessern. Volker Steinle vom globalen Zahlungsdienstleister Adyen erläutert in diesem Gastartikel, was hierbei alles beachtet werden muss.

Abo-Modelle erfreuen sich weltweit immer größerer Beliebtheit. Die Abo-Commerce-Giganten wie Netflix, Spotify oder HelloFresh machen es bereits vor. Kunden schätzen vor allem eines: Ein Abo ist unkompliziert, komfortabel und in einem hohen Maße planbar. Auch für die Anbieter ist das Abo-Modell lukrativ, denn so werden die Kunden mit einer einmaligen Kaufentscheidung auf Dauer an den jeweiligen Service gebunden. Diese Bindung ist wiederum der Punkt, der für den Erfolg eines Abo-Modells entscheidend ist. Der sogenannte „Customer Lifetime Value“, also der Deckungsbeitrag, den ein Kunde von der An- bis zur Abmeldung realisiert, sollte maximal hoch sein. Im Abo-Modell bedeutet das, dass der Kunde möglichst lange gehalten werden sollte. Schließlich werden die Customer Acquisition Costs erst über einen langen Zeitraum amortisiert. Die Customer Experience ist also der Schlüssel zum Erfolg. Natürlich entscheidet in erster Linie das Produkt selbst über die Dauer der Nutzung, aber auch die Zahlungsabwicklung spielt hier eine entscheidende Rolle.
Allein durch die Optimierung des Bezahlvorgangs können Händler ein direktes Umsatzplus von bis zu 1 Prozent erzielen. Betrachtet man die global agierenden Unternehmen mit einem Abo-Modell, so bewegen sich die Umsätze teilweise im Milliardenbereich. Netflix wies im Jahr 2016 einen Umsatz von 8,8 Milliarden US-Dollar aus, was knapp 7 Milliarden Euro entspricht. Spotify erzielte im gleichen Jahr 1,9 Milliarden Euro. Folglich bietet die Optimierung im Payment-Bereich für Unternehmen dieser Größenordnung eine mögliche Umsatzsteigerung im zweistelligen Millionenbereich. Aber auch für kleinere Unternehmen im Abo-Commerce ist es lohnenswert, sich mit dem Thema Payment näher zu befassen.

Kommentar schreiben