Die Customer Journey beschreibt die „Reise“ des Kunden, auf der er mit einem Unternehmen bzw. Produkt in Berührung kommt. Diese Reise genau zu kennen, ist für die Kenntnis des Kunden elementar wichtig. Sie lässt Rückschlüsse auf das Interesse der Kunden an bestimmten Themen- und Produktbereichen sowie die Beurteilung der Effizienz von Marketingaktionen und Kampagnen zu.

Vor der Digitalisierung kaufte ein Kunde im Ladengeschäft oder im Katalog, vielleicht kam er noch mit Werbung in Rundfunk und Fernsehen in Kontakt. Schon damals war es nicht leicht, genau zu ergründen, wie ein Kunde zum Kauf gekommen ist und wie viele Berührungspunkte (Customer Touchpoints) es vor dem Kauf gab. Heute ist dies noch unübersichtlicher geworden, da sich im Multichannel-Zeitalter die Zahl der möglichen Kontaktpunkte um ein Vielfaches erhöht hat. Neben dem Ladengeschäft und Katalogen gibt es natürlich die Online-Shops, aber auch diverse Online-Marktplätze wie Amazon oder eBay, und diverse Social-Media-Platformen wie Facebook, Twitter und Co.. Gerade letztere beeinflussen die Kunden immer mehr auf ihrer Recherche.
Mehr Vertriebskanäle bedeuten für Händler auch mehr Aufwand und höhere Kosten, um alle Kanäle zu bespielen. Gleichzeitig braucht man eine breitere Spanne an Kennzahlen, um die Wirksamkeit der einzelnen Kanäle zu messen und zu bewerten, welche Kanäle sich lohnen. Nur wenn man weiß, wo der Kunde sich auf seiner Reise zum Kauf bewegt und welche Punkte ihn dabei maßgeblich beeinflussen, kann man die Vertriebsstrategie entsprechend optimieren.
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