Multi-Channel wird seit Beginn gelebt
Also begann man mit der Recherche. Die Marktforschungsergebnisse waren damals alles andere als positiv. „Eine Umfrage mit mehr als 1000 Teilnehmern hatte ergeben, dass niemand Mu¨sli online bestellen will“, berichtet Max Wittrock weiter. „Gott sei dank haben wir es dennoch durchgezogen.“ Und so wurde aus der Idee ein Geschäft, welches heute mehr als 50 eigene mymuesli-Läden in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreibt. Seit neuestem gibt es auch zwei Läden in Stockholm und einen Laden in Utrecht, Holland. Dabei ist mymuesli als reiner Online-Pure-Player gestartet. Doch schon recht schnell wollte man auch andere Kanäle testen und nun sind die Müsli-Mischungen nicht nur in den eigenen Shops, sondern auch bei Rewe, Edeka und Co. präsent. Und das Konzept geht auf: „Wir sehen uns als Online-Unternehmen mit Multichannel-Konzept. Online und offline ergänzen sich für uns sehr gut. Unsere vorgemixten Bio-Müslis kann man auch offline kaufen, sein Müsli selbst mixen nach wie vor nur online“, erklärt Max Wittrock. Mit dem Konzept können die Passauer ihre Kunden genau da abholen, wo es für sie gerade am besten passt. „Aber auch für die Neukundengewinnung ist es spannend. Diejenigen, die zuerst in unseren Läden oder im Supermarkt kaufen, bekommen mit, dass wir auch Müsli nach Hause liefern. Andersrum gehen unsere Online-Kunden natürlich im Supermarkt einkaufen oder schauen im mymuesli-Laden vorbei, um zum Beispiel eine neue Sorte zu probieren. Die Kanäle befruchten sich also gegenseitig.“
Mymuesli scheint eine absolute Erfolgsgeschichte zu sein. Und tatsächlich ist das Unternehmen ohne größere Dramen zehn Jahre alt geworden. Und was könnte man besseres machen, als das Jubiläum mit einem eigenen Buch zu feiern? In dem Buch mit dem griffigen Titel „Machen!“ haben die Gründer ihre Erfahrungen aus den letzten zehn Jahren aufgeschrieben. Das Ziel des Buches, sagt Wittrock: „Wir würden gerne andere zum Gründen inspirieren, denn ein Startup zu gründen, gehört definitiv zu den besten Erfahrungen, die man machen kann. Missgeschicke und Fails gehören natürlich dazu, gerade in den Anfangsjahren“, so Wittrock. Besonders unterhaltsam: Die erste Produktion befand sich zu Beginn im ersten Stock eines Passauer Altstadthauses in der Fußgängerzone – natürlich ohne Fahrstuhl. Die Gründer mussten unzählige Getreidesäcke und Pakete immer wieder durch das enge Treppenhaus schleppen. „Das war schon eine logistische Glanzleistung“, erinnert sich Wittrock lachend.
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