Soziale Netzwerke löschen zu wenige strafbare Inhalte
Ein Monitoring, das vom Bundesfamilienministerium und dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert wird, belegt, dass die Löschung von strafbaren Hasskommentaren durch soziale Netzwerke weiterhin nicht ausreichend sein soll. Der Erhebung zufolge hat Facebook nur 39 Prozent der gemeldeten strafbaren Inhalte gelöscht, 7 Prozent weniger als bei einer ersten Erhebung im Sommer 2016. Bei Twitter wird gar nur einer von 100 gemeldeten Beiträgen gelöscht. Immerhin: Bei Youtube sieht es besser aus, hier kommt es in 90 Prozent der Fälle zu einer Löschung. Bundesjustizminister Heiko Maas fordert in einer Mitteilung seines Ministeriums: „Wir müssen den Druck auf die sozialen Netzwerke weiter erhöhen. Um die Unternehmen bei der Löschung strafbarer Inhalte noch stärker in die Pflicht zu nehmen, brauchen wir gesetzliche Regelungen.“
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