Die Welt scheint sich kollektiv in Richard III. verwandelt zu haben. Wer sich im Internet umsieht, erkennt von allen Seiten schallend Ausrufe, wie er sie der englische König in William Shakespeares Drama geäußert haben könnte: „Ein Einhorn! Ein Einhorn! Mein Königreich für ein Einhorn!“
Es geht natürlich um die neue Schokoladensorte von Ritter Sport, die – kombiniert mit dem humoristischen Wahnsinn des Internets – einen derartigen Hype ausgelöst hat, dass Menschen vor dem Laden des Schokoladenherstellers Schlange standen als ginge es um das iPhone 8. Menschen, die sich aus dem Regal teilweise zwei Dutzend Packungen rissen, um an die begehrte Schokolade zu kommen (Wer hat das im Alltag schonmal im Supermarkt beobachtet? Richtig.). Online war der Run derart groß, dass die Server wie bei einem schlecht vorbereiteten DHDL-Kandidaten schlichtweg schlapp machten.
Dabei geht es um Schokolade, die die Kunden noch gar nicht probiert und für lecker befunden hatten, muss man dazu anmerken. Und warum der Hype? Weil die Schokolade „Einhorn“ heißt, eine rosa-glitzernde Verpackung hat und mit Magie gefüllt sein soll.
Aber zurück zum Anfang: Ritter Sport ermöglicht es auf seiner Crowdsourcing-Plattform, dass Menschen Wunschsorten einreichen können. Neben ernsthaften Vorschlägen finden sich dort auch Sorten wie die „Hangover“-Schokolade (mit Bio-Himbeercrispies, Absinth und Apfelkorn!), „Crispy Bacon“-Schokolade oder auch die „His Dudeness“-Schokolade (In Anspielung auf den Film The Big Lebowski, natürlich mit Kaffeelikör, Alpensahne und Wodka). Und zwischen diesen Sortenvorschlägen fand sich schließlich auch die „Einhorn“-Schokolade.

Kommentar schreiben
Antworten
Das gerade jetzt Rittersport mit diesem Namen daherkommt würde ich als Hersteller der Kondome nicht so toll finden.
Ihre Antwort schreiben