Die Taxibranche hat sich in meiner Erfahrung bislang als misstrauisch gegenüber digitalen Entwicklungen präsentiert. Da muss es nicht einmal der starke – ja teils eskalierende – Protest gegen Uber sein, der beim Europa-Start des Unternehmens gezeigt wurde (zugegeben: so richtig eskaliert sind die französischen Taxifahrer... aber die Franzosen sind ja auch für ihre deutlichen Protestaktionen gewissermaßen bekannt). Nein: Eine Kartenzahlung im Taxi war schlichtweg nicht möglich. „Das Gerät habe ich jetzt nicht dabei“, hieß es da oft. Da konnte man mir in einer Medienschelte noch so toll versichern, dass die Kartenzahlung ja gesetzlich vorgeschrieben sei.
Eine weitere Begegnung der dritten Art hatte ich im August in einem Berliner Taxi. Der Fahrer kannte die Zielstraße nicht. Gut, bei einer Metropole wie Berlin mag das vorkommen, ich verlange jetzt nicht die übermenschliche Fähigkeit, jede einzelne Straße auf Anhieb zu kennen. Aber anstatt die Adresse in das an der Windschutzscheibe befestigte Smartphone zu tippen, holte der Fahrer einen Straßenatlas aus seinem Handschuhfach und blättert erst einmal darin herum – nachdem er natürlich das Taxameter angeschaltet hat... Nun.
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