Legal Highs in Online-Shops: Kritik an fehlender Alterskontrolle
Jugendschützer wie Politiker wollen aktiv gegen sogenannte Legal Highs in Online-Shops vorgehen. Darum wurde nun ein Gesetzesentwurf verabschiedet, um effektiver Verbote auszusprechen. Die Stoffe werden chemisch so verändert, dass sie nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Mit dem neuen Gesetz würden jedoch nicht nur einzelne Stoffe, sondern ganze Stoffgruppen verboten werden können. Problematisch sieht die Plattform Jugendschutz.net vor allem, dass von 62 getesteten Online-Shops, die Legal Highs als „Kräutermischungen“ oder „Badesalze“ vertreiben, keiner eine Alterskontrolle beim Kunden durchführten. Im vergangenen Jahr sollen, laut Bundeskriminalamt, 39 Menschen durch Legal Highs ums Leben gekommen sein.
Forsa-Studie: Angst vor Datenklau
Eine aktuelle Forsa-Studie hat ergeben, dass 69 Prozent der Online-Shopper bereits schlechte Erfahrungen beim Kauf gemacht haben. Vor allem das Thema Datensicherheit beschäftigt die Nutzer. Mehr als ein Drittel der in der Studie Befragten sorgt sich etwa um Missbrauch von Angaben wie Zahlungsinformationen. Zwei Drittel der Befragten sorgen sich grundsätzlich um ihre E-Mail-Adressen. 41 Prozent der Befragten hatten zudem bereits schlechte Erfahrungen mit qualitativ minderwertiger Ware. Das veranlasst viele dazu, einen Online-Shop nicht mehr zu nutzen. Ähnliche Ängste gibt es im Übrigen auch auf Anbieterseite.
Amazon: Knete statt iPhone?
Kuriose Nachricht aus den USA: Amazon.com-Kunden sollen in letzter Zeit mehrfach bei der Bestellung eines iPhones Knete (kein Geld, sondern Knetmasse) bekommen haben. So häufen sich negative Bewertungen mit vermeintlichen Beweis-Fotos, die iPhone-Packungen zeigen, in denen nicht das Handy, sondern formbare Knetmasse liegt. Ob es sich um Betrug seitens der Händler handelt, ist aber mindestens fraglich, denn fast durchweg haben die Nutzer jeweils nur diese eine Bewertung abgeben. Für den Händler ist dies wiederum sehr schwer nachzuweisen. Amazon soll in den Streitfällen bislang mehrheitlich für die Kunden entschieden haben.
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