Features im Fokus: 360-Grad-Produktfotos für mehr Durchblick

Veröffentlicht: 05.12.2013
imgAktualisierung: 05.12.2013
Geschrieben von: Giuseppe Paletta
Lesezeit: ca. 3 Min.
05.12.2013
img 05.12.2013
ca. 3 Min.
Diesmal bei Features im Fokus: 360-Grad-Fotografie. Wir berichten über einen Online-Shop aus Großbritannien, der sich viel davon verspricht.


Die Kaufhauskette Selfridges betreibt einen der wenigen Online-Shops, der 360-Grad-Produktfotos einsetzt. Das Unternehmen schwärmt von den Möglichkeiten der Technik und erhofft sich durch die Fotos mehr Umsatz und weniger Retouren.

Diesmal bei Features im Fokus: 360-Grad-Produktfotografie.

(Bildbeschreibung 360-Grad: Raywoo via Shutterstock)

Je nach Quelle soll es in Deutschland bereits über 150.000 Online-Shops geben. Auch immer mehr Konsumenten finden den Weg ins Netz, in jüngster Zeit sogar zum Kauf von Lebensmitteln oder Fahrzeugen. Umso mehr verwundert es, dass die meisten Online-Shops ihre Produkte im Internet nur in der klassischen Frontalansicht präsentieren. Zwar wird zuweilen viel Geld für hochwertige Produktfotografie ausgegeben, Funktionen wie eine 360-Grad-Präsentation der Produkte werden aber kaum angeboten. In unserer Serie Features im Fokus schauen wir uns eine Kaufhauskette aus Großbritannien an, die als einer der ersten Online-Shops diese Technik umgesetzt hat.

Weniger Fehlkäufe durch 360-Grad-Fotografie

Die Kaufhauskette Selfridges aus Großbritannien gehört zu den wenigen, die auf 360-Grad-Technologie in ihrem Online-Shop setzen. Das Kaufhaus bezieht die Hard- und Software dafür von SpinMe, einem von zahlreichen Bildbearbeitungsspezialisten, die Online-Shops bei 360-Grad-Produktfotografie zur Seite stehen. „Wenn Kunden Produkte eingehend untersuchen können, verringert dies die Wahrscheinlichkeit von Fehlkäufen. Die ausgereifte Technologie von SpinMe passt perfekt zur hohen Qualität unseres Sortiments“, erklärte eine Unternehmenssprecherin von Selfridges.

Dadurch haben Kunden des Kaufhauses jetzt die Möglichkeit, ausgewählte Produkte im Online-Shop horizontal um 360 Grad zu drehen und somit nicht nur die Vorderseite ihrer Einkäufe im Internet zu sehen. Die ersten 360-Grad-Bilder ließ Selfridges nach eigener Aussage für seine Herrenschuhe anfertigen. Für die Zukunft plane das Unternehmen allerdings auch weitere Produktfotos mit 360-Grad-Fotos auszustatten.

360-Grad-Fotografie - ein kostspieliges Feature

Selfridges nennt einen weiteren Vorteil von 360-Grad-Produktfotos: „Das Vertrauen der Kunden in die Produkte wird gesteigert, da sie nun die Möglichkeit haben genau zu sehen, was sie eigentlich bestellen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein Produkt kaufen und verringert gleichzeitig die Retourenquote“, kommentiert das Unternehmen.

Dadurch das Selfridges nicht nur Software sondern auch Hardware von SpinMe erworben hat, verfügt das Kaufhaus nun über ein eigenes Bildstudio, indem das Unternehmen selbst die Produktfotos erstellt. „Die Durchführung der gesamten Studiovorgänge im eigenen Haus ist für den Einzelhandel ein innovatives Konzept, doch unsere Technologie spart Zeit- und Arbeitsaufwand bei der Nachbearbeitung, steigert die Produktivität und senkt die Kosten“, sagt David Print, Marketingdirektor bei SpinMe.

Allerdings bietet sich die 360-Grad-Produktfotografie momentan wahrscheinlich nur für größere Online-Händler an. Denn allein die Software kostet bei Anbietern wie SpinMe rund 3.000 Euro. Für kleinere Händler doch eine recht hohe Investition, vor allem weil sie zusätzlich auch noch die passende Hardware benötigen.

Veröffentlicht: 05.12.2013
img Letzte Aktualisierung: 05.12.2013
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Giuseppe Paletta

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2 Kommentare
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Susi
02.04.2014

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Habe mal geschaut: Für Kleidung habe ich 360-Grad-Fashio n.de gefunden. Sieht echt gut aus, wenn man die Kleidung auch von der Seite etc so sehen kann. Auch Scanmotion.de scheint sowas zu machen. Aber auch viele Hardware Dinge.
Heike
05.12.2013

Antworten

Eine komplette Studioausstattu ng mit Hard- und Software, sowie den nötigen passenden Personal kommt in der Tat nicht für alle in Frage. Es gibt aber auch andere Gründe, wie z B eine sehr große Anzahl von Produkten in sehr kurzer Zeit oder eine konstante Produktion ohne Ausfall. Bei Kleidung kommen noch ganz andere Dinge wie freistellen und Retusche in Betracht. Aber für solche Dinge gibt es ja auch Dienstleister.