Taggleiche Lieferungen und große Pläne
Während sich die Logistikunternehmen auf das anstehende Weihnachtsgeschäft und riesige Paketfluten vorbereiten, haben sowohl Amazon als auch Media Saturn im November den Same Day Delivery-Service weiter vorangetrieben: Amazon hat die taggleiche Lieferung für Prime-Kunden in 14 deutschen Städten und Metropolen kostenfrei gemacht. Ab einem Bestellwert von 20 Euro können Kunden also Wunschprodukte bestellen und sich diese noch am gleichen Tag zwischen 18 und 21 Uhr liefern lassen.
Einen Schritt weiter geht da Media Saturn: Der Konzern führt bei den Unternehmenstöchtern Media Markt und Saturn ebenfalls eine taggleiche Lieferung ein. Doch hier können noch mehr Kunden profitieren. Der neue Service sei in rund 170 deutschen Städten verfügbar – was mehr als 80 Prozent des Bundesgebietes entspricht. Und auch bei der Liefergeschwindigkeit soll Amazon übertrumpft werden. Verfügbare Produkte sollen nämlich nur zwischen 30 Minuten und drei Stunden brauchen, um den Weg in die heimischen vier Wände zu finden.
Auch andere Unternehmen haben große Pläne: So kann Zalando beispielsweise kontinuierlich so große Erfolge feiern und so erstaunliche Geschäftszahlen vorlegen, dass das Umsatzziel für 2015 erneut nach oben korrigiert wurde und auf drei Milliarden Euro angesetzt wurde. Von solchen gigantischen Erfolgen ist der selbst ernannte Paypal-Konkurrent Paydirekt noch lange entfernt. Nach einem holprigen Start will sich das Unternehmen nichtsdestoweniger im kommenden Jahr als attraktives Bezahlverfahren auf dem Markt etablieren.
Google gegen Overlays und etwas in eigener Sache
Auch bei Google gab es im November eine Neuerung: Der Suchmaschinenriese will sich auch weiterhin für die mobile Optimierung von Websites einsetzen und dabei gegen störende Formate vorgehen. Und so sollen Seiten mit übergroßen Overlays abgestraft werden.
Und zu guter Letzt noch etwas in eigener Sache: Abmahnungen sind für viele Online-Händler ein kritisches Thema, das für die Betroffenen häufig mit immensen Kosten und Stress verbunden ist. Aus diesem Grund hat der Händlerbund die Initiative FairCommerce gestartet und im November die erste Schlichtungsstelle für Wettbewerbsstreitigkeiten unter Online-Händlern geschaffen. Als unparteiische Instanz soll die Schlichtungsstelle eine außergerichtliche Einigung der beiden Parteien erzielen. Das spart nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch Geld.
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