Lidl, Facebook und Auctionata: Neue Features, neuer Service
Lidl, Facebook und Auctionata haben im Oktober einiges umgestaltet: So hat der Discounter beispielsweise einen neuen Service namens „Lidl Vorratsbox“ gestartet. Mit diesem tritt das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu Amazon Pantry, denn Kunden können sich hier Lebensmittel und Konserven direkt nach Hause liefern lassen. – Und das zum Start sogar versandkostenfrei und ohne Mindestbestellwert.
Auch Facebook hat sein „Sortiment“ erweitert: nämlich um neue Emotionen. Neben dem herkömmlichen Like-Button können User ihre Gefühlen nun auch mit einem Love-Herz, zwei glücklichen Smileys, einem erstaunten Gesicht, einem traurigen sowie einem wütenden Emoji zum Ausdruck bringen.
Das digitale Auktionshaus Auctionata räumt um und erweitert sein bestehendes Sortiment: Bisher hatte das Unternehmen hauptsächlich Produkte wie Uhren, Wein, Oldtimer und Schmuck im Sortiment. Dieses soll nun um Musikinstrumente, Memorabilia und Immobilien erweitert werden. Sogar über einen Börsengang im kommenden Jahr wird spekuliert.
Ärger im Hause Zalando und Telekom
Je mehr Erfahrung ein Händler hat, umso besser kann er sich gegen Online-Kriminelle schützen. – Möchte man meinen… Doch auch ein digitales Unternehmen wie Zalando kann auf Betrüger reinfallen. Wie im Oktober bekannt wurde, hat der Anbieter knapp 1.000 Bestellungen im Wert von über 180.000 Euro an ein saarländisches Flüchtlingslager geschickt, ohne dass dafür je Rechnungen beglichen wurden. Zalando kommentierte, dass man stetig daran arbeite, das eigene Sicherheitssystem noch effizienter zu gestalten.
Doch nicht nur für Zalando gab es Probleme: Eigentlich gehört das mTan-Verfahren zu den sichersten Bezahlmethoden auf dem Markt. Dabei müssen Online-Transaktionen wie Überweisungen noch einmal durch eine Tan-Nummer bestätigt werden, die dem Nutzer separat auf sein Smartphone geschickt wird. Doch Betrüger haben diese Vorgehensweise ausgehebelt und die Konten zahlreicher Telekom- und Telefonica-Kunden geplündert. Möglich wurde dies, da sich die Kriminellen als Mitarbeiter der entsprechenden Unternehmen ausgaben.
Für weiteres Aufsehen sorgten Pläne der Deutschen Telekom: Nachdem die Netzneutralität praktisch ad acta gelegt wurde, hat das Unternehmen nun vorgeschlagen, auch kleinen StartUps eine schnelle „Überholspur“ im Internet zu gewährleisten – sofern diese der Telekom dafür Unternehmensanteile übertragen. „Dreist!“, urteilte die Branche.
Amazon: Neue Services, neue Pläne, neue Gerüchte, alte Probleme
An neuen Services fehlt es Amazon nicht. Das Unternehmen startete im vergangenen Monat nicht nur Amazon Handmade, also das neue Portal für handgemachte Produkte, sondern auch Wasch- und Putzmittel, Hundefutter, Konserven und Getränke … – das sind alles Produkte, die neue „Vorratskammer in der Box“. Über den Service namens Amazon Pantry können Kunden Wasch- und Putzmittel, Hundefutter, Konserven oder auch Getränke bestellen, um somit auf „bequeme Art, günstige Produkte des täglichen Bedarfs einzukaufen“. Außerdem hat der Konzern in der Region München damit begonnen, Pakete selbst zuzustellen.
Auch über kommende Pläne lässt sich einiges sagen: Da Amazon anscheinend gerade damit experimentiert, Produkte über das hauseigene Streaming-Portal Amazon Instant Video bzw. den Fire TV zu vertreiben, könnte dieser Service wohl bald ausgebaut werden. Zudem gibt es Gerüchte, dass Amazon bald auch eine eigene Buchhandlung aufmachen könnte. Für die Buchbranche dürften solche Pläne erschreckend sein. Zu guter Letzt hat das Unternehmen noch viel Gemunkel nun eine eigene Mode-Marke angekündigt.
Amazon will alte Probleme ausmerzen. Da es auf dem Online-Marktplatz immer noch gravierende Schwierigkeiten mit falschen Bewertungen gibt, zeigt das Unternehmen nun Härte und hat über 1.100 Nutzer verklagt, die über eine Plattform falsche Rezensionen zum Kauf angeboten hatten.
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