Vor einiger Zeit begab ich mich im Internet auf die Suche nach Schränken. Tatsächlich war das noch vor Home24 und Westwing, weswegen die Suche doch noch etwas aufwendiger war als heute. Nun ja – also bei Google den Begriff „Kleiderschrank“ eingegeben und siehe da, tausende von Angeboten. So weit so gut. Schrank gekauft. Ich glücklich, Händler glücklich, alle glücklich.
Doch dann fing das eigentliche Martyrium erst an. Wochen, wenn nicht sogar Monate, zeigte mir Google Werbung für Schränke. Große, kleine, schmale, breite… Aber warum zum Kuckuck?! Ich hatte doch bereits einen und wollte auch keinen zweiten. Personalisierte Werbung gut und schön, aber das war äußerst nutzlos. Und Google ist dabei nicht allein. Auch bei Amazon zeigt sich dieses Phänomen. Und da sogar noch verstärkt. Vor drei Jahren mal ein Buch über Wellensittiche für den Neffen zum Geburtstag gekauft, wird man selbst jetzt noch per E-Mail mit Produkt-Vorschlägen zu Wellensittichen genervt.
Das sind die Momente wo Personalisierung wirklich und tatsächlich stört und schief läuft. Dabei ist das Konzept des sogenannten Me-Commerce äußerst sinnvoll. Nach einer Umfrage von Fittkau & Maaß Consulting reagieren 59 Prozent aller Online-Käufer positiv auf individuelle Online-Shops.
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