Ebay gegen Icahn, Unister gegen Kirchhof, Metro gegen Kellerhals – immer wieder kommt es in großen Unternehmen zu internen Machtkämpfen, die in regelrechte Rosenkriege und jahrelange Fehden ausarten. Carl Icahn gehört zu den bekanntesten und berüchtigsten Anteilseignern, die gerne einmal ein Unternehmen in die Knie zwingen. Doch die Teilnehmer dieser kleinen Scharmützel verlieren das große Ganze aus den Augen und riskieren, ihre Unternehmen ernsthaft zu gefährden.
Carl Icahn hat sich einen Namen gemacht: Er ist der Mann, der sich mit Ebay überworfen hatte und die Paypal-Abspaltung forderte. Der Streit zwischen dem Online-Unternehmen und der Anteilseigner wandelte sich zusehends zu einer wahren Schlammschlacht, in der keine Beschuldigung abwegig genug war, um den Gegner in Verruf zu bringen. Ebay sei unehrlich, Icahn habe jeglichen Bezug zur Realität verloren. Am Ende knickt Ebay ein und will Paypal nun abspalten – so wie es Icahn, der zur fraglichen Zeit lediglich ein Prozent an Ebay hielt, verlangt hatte.
Welche Auswirkungen die Abspaltung des Umsatztreibers Paypal auf Ebay haben wird, lässt sich noch nicht ganz absehen. Klar ist bisher nur, dass das Marktplatzgeschäft in jüngster Zeit stagnierte. Der Zahlungsanbieter kann dagegen ein deutliches Wachstum vorweisen – ohne Paypal könnte Ebay also in Bedrängnis geraten.
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