Preisgestaltung als Wettbewerbsfaktor
Die Preisgestaltung gehört neben Aspekten wie der Produktqualität, dem Kundenservice oder Bewertungen zu den bedeutendsten Faktoren, die darüber bestimmen, ob Unternehmen grundsätzlich wettbewerbsfähig sind oder nicht. Auch für das Ranking auf Online-Marktplätzen ist der Preis entscheidend – wobei sich hier je nach Plattform und vorherrschendem Wettbewerbsdruck Unterschiede ergeben.
Umso wichtiger ist es für Firmen, die eigenen Angebote im Allgemeinen, speziell jedoch auch im Vorfeld saisonaler Spitzenzeiten stets aktuell zu halten: Preisliche Anpassungen können hier etwa mit Blick auf Nachfrage und Angebot vorgenommen werden. Da eine Überarbeitung allerdings oft zeitkritisch erfolgen muss und im Rahmen händischer Prozesse enorme Personalkapazitäten beanspruchen würde, bieten sich spezialisierte Pricing-Tools an, die den Markt analysieren und Preise quasi in Echtzeit automatisch optimieren.
Zu beachten ist hierbei, dass eine Niedrigpreisstrategie nicht immer von Vorteil sein muss. In manchen Fällen kann sie dem Unternehmen gar schaden. Je nach Firmenphilosophie und Ausrichtung sollten daher selbst saisonale Marketing-Aktivitäten mit der übergeordneten Preis- und Wettbewerbsstrategie sowie dem Image der Marken abgeglichen werden, um ein langfristig authentisches Einkaufserlebnis zu kreieren.
Auf die Verfügbarkeit achten
Werden Produkte, zum Beispiel durch ausgeklügelte Kampagnen und/oder zu verkaufsstarken Zeiten, verstärkt nachgefragt, sollten Unternehmen die Verfügbarkeit unbedingt im Blick behalten und für ausreichend Nachschub sorgen. Die Praxis zeigt, dass es der Sichtbarkeit von Produkten langfristig schaden kann, wenn sie „out of stock“ gehen.
Sobald sie nicht mehr am Lager sind und das anbietende Unternehmen die Nachfrage der Marktplatz-Kundinnen und -Kunden entsprechend nicht mehr erfüllen kann, werden die Angebote in den Suchergebnissen in der Regel von konkurrierenden – lieferbaren – Produkten ersetzt. Darüber hinaus kann es sein, dass die betroffenen Produkte später mit einem schlechteren Ranking abgestraft werden, selbst wenn eine Verfügbarkeit wieder sichergestellt wurde.
Auch eine mangelnde Zufriedenheit der Kundschaft, die aus einer fehlenden Verfügbarkeit folgen kann, hat schlimmstenfalls negative Auswirkungen auf Produkt-Rankings. Eine gesicherte Historie erfolgreicher Verkäufe sollte deshalb gerade in Spitzenzeiten oberste Priorität haben.
Produktverkäufe als Ranking-Faktor
Apropos erfolgreiche Verkäufe: Auf manchen Marktplätzen nutzt der Algorithmus die Zahl verkaufter Produkte als Faktor für das Ranking. Um entsprechend positive Einflüsse auf die eigene Sichtbarkeit zu generieren und Verkäufe anzukurbeln, können Unternehmen ihre Marktplatz-Produkte auch über andere Plattformen bewerben. Social-Media-Portale wie Facebook oder Instagram sind hier weit verbreitete Varianten.
Fazit: SEO ist ein Marathon
Die Suchmaschinenoptimierung auf Marktplätzen gehört zum grundlegenden Handwerkszeug erfolgreicher E-Commerce-Akteurinnen und -Akteure. Mit Hauruckaktionen ist es hier allerdings nur selten getan, denn anders als andere Disziplinen, die durchaus als Sprints zu begreifen sind, ist SEO eher als eine Art Marathon zu verstehen: Hier geht es darum, einen langen Atem zu beweisen und stetige Optimierung zu leisten, um sich besser gegen die Masse an Konkurrenten durchzusetzen.
Dieser Artikel ist Teil unserer Themenreihe Marktplätze. Eine Übersicht über die wichtigsten Plattformen, Erfahrungsberichte und weitere Artikel zu verschiedenen Marktplatzthemen findet ihr auf unserem Themen-Hub zur Reihe!
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