Don'ts: Die eigene Kinderstube vergessen
Neben den genannten Vorgehens- und Verhaltensweisen gibt es natürlich auch ein paar Dinge, die Verkäufer nicht tun sollten. Deshalb hier 5 Don'ts:
- Es erst gar nicht versuchen. „Die alte Standlupe, die mir Onkel Gerald vor 5 Jahren zu Weihnachten geschenkt hat, will doch eh keiner. Die kann weg“ – falsch! Hier liegt schon der erste Fehler darin, es erst gar nicht zu versuchen. Was man selbst als unnütz einstuft, empfindet ein anderer vielleicht als wahren Schatz. Deswegen: Lieber einen Artikel mehr einstellen, statt diesen sofort wegzuschmeißen. Übrigens: Die Gesichte mit der Standlupe basiert auf einer wahren Begebenheit und hat mir 20 Euro und dem glücklichen Käufer ein neues Objekt für seine Sammlung beschert.
- Lieblose Anzeigen. Dieser Hinweis geht Hand in Hand mit dem bereits angesprochenen Tip zu guten Beschreibungen. Würden Sie einen Artikel bei einem Online-Shop ohne Beschreibung kaufen, auf dessen Bild man den Gegenstand zusätzlich noch kaum erkennen kann? Wohl eher nicht. Auch bei gebrauchten Gegenständen gilt: Je mehr Informationen der potenzielle Käufer hat, desto besser.
- Nicht antworten (sogenanntes Ghosten). Manchmal kommt es bei Second-Hand-Artikeln zu einer wahren Nachrichtenflut. Entweder ist das Produkt äußerst beliebt oder sehr günstig, dann reiht sich ein Anwärter an den nächsten. Hier sollte man als Verkäufer auf die Netiquette achten und jedem Interessenten antworten, auch wenn es nur ein vorgefertigter Zweizeiler ist, der sich leicht kopieren und in jeden Nachrichtenverlauf einfügen lässt.
- Die Geduld verlieren. Die Anzeigen sind schon 2 Wochen online und es hat sich noch immer kein potenzieller Käufer gemeldet? Jetzt gilt es nicht gleich die Geduld zu verlieren. Meiner Erfahrung nach verkaufen sich 90 Prozent der eingestellten Artikel in den ersten 3 Tagen, bei 10 Prozent musste ich teilweise ein Jahr lang warten, bis ich es endlich los geworden bin. Kann ein Produkt getrost noch etwas länger im Schrank oder auf dem Dachboden liegen bleiben und muss nicht sofort weg, einfach die Geduld bewahren.
- Nicht gewolltes wegschmeißen. Ihr habt ein riesiges Möbelstück, reparaturbedürftiges Fahrrad oder Ähnliches, was unbedingt weg muss, aber es findet sich kein Käufer? Statt solche Gegenstände wegzuschmeißen, können sie auch einfach über verschiedene Plattformen verschenkt werden. Ihr erspart euch den Transport hin zu einem Wertstoffhof und macht gleichzeitig den neuen Eigentümer glücklich. Zusätzlich kann man so auf das eigene Profil aufmerksam machen und eventuell noch das Interesse für den ein oder anderen Artikel wecken.
Extra-Tipp: Die Krux mit dem Verschenken
Gegenstände auf Ebay Kleinanzeigen und Co. zu verschenken, ist allerdings nicht ganz ohne, denn solche Angebote erreichen gerne Hunderte von Anfragen in kurzer Zeit. Auch ich musste diese Erfahrung machen, als ich meine kaum noch funktionierende Mikrowelle einfach nur loswerden und verschenken wollte. Nach einer Stunde und über hundert Nachrichten musste ich die Anzeige wieder deaktivieren. Bei ähnlichen Produkten wie einem alten Fernseher oder kaputten Fahrrädern habe ich den Verkaufspreis auf einen Euro gesetzt. Damit konnte ich die Anzahl der Anfragen deutlich reduzieren, bin aber dennoch alle Gegenstände innerhalb eines Tages los geworden.
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