Preissteigerungen, Energiekrise, Konsumschock, Coronavirus und Lieferengpässe – das diesjährige Geschäft zum Jahresende ist geprägt von enormen Herausforderungen und Unsicherheiten.
Wegen Aktionstagen wie dem Single’s Day oder dem Black Friday beginnt das Weihnachtsgeschäft „schon seit Jahren immer früher“, zitiert die FAZ Kai Hudetz, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung (IFH Köln) aus einem Fachgespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Doch mit der hohen Inflation – für Herbst wird eine zweistellige Rate erwartet – kommt in diesem Jahr ein weiterer, gravierender Faktor hinzu. Denn viele Händler haben mit einem anderen Verlauf der Saison gerechnet und – oft noch vor dem Inflationsschub – hohe Lagerbestände aufgebaut: „Der Druck ist in diesem Jahr besonders stark, rechtzeitig dabei zu sein“, so der Konsumexperte. Damit sie ihre Waren dennoch verkaufen können, müssen sie voraussichtlich günstigere Preise anbieten.
Verbraucherinnen und Verbraucher werden angesichts der generellen Preissteigerungen sowie der stark gestiegenen Energiekosten spätestens mit dem Beginn der Heizperiode im Oktober gezielter abwägen, welche Anschaffungen getätigt werden müssen – und was warten kann. Und damit nicht genug: „Aktuell trifft eine Kaufzurückhaltung der Konsumenten im Bereich Non-Food auf dramatisch steigende Beschaffungskosten auf der Händlerseite“, erklärt Handelsexperte Thomas Täuber, Leiter Retail Innovation und Transformation des Strategieberatungsunternehmens Accenture, im Gespräch mit OnlinehändlerNews.
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