Die E-Commerce-Branche stellt sich derzeit erneut eine der wichtigsten Fragen im Online-Handel: Sollen Rücksendungen Online-Kundinnen und -Kunden weiterhin ohne Aufpreis angeboten werden oder nicht? Denn während sich H&M, Modehändler Zara oder der japanische Textilhersteller Uniqlo bereits für eine kostenpflichtige Option entschieden haben, befürworten große Player wie Otto und Amazon ganz klar die derzeit weit verbreitete Praxis.
Begründet wird die kostenpflichtige Option neben erhöhten Retourenquoten sowie Kostensteigerungen für Transport und Verpackung beispielsweise mit mehr Nachhaltigkeit: So setzt sich Zara dafür ein, dass Retouren einfach in den stationären Geschäften erfolgen, denn diese Option sei weiterhin kostenlos möglich – auch bei H&M fallen bei Rückgaben in der Filiale keine Gebühren an. Uniqlo akzeptiert die Rückgabe online gekaufter Waren allerdings nicht im Store. Und Otto wiederum hat bei diesem Thema seinen ganz eigenen Ansatz zum Klimaschutz: Das Unternehmen leistet Kompensationszahlungen, um entstehende CO₂-Emissionen auszugleichen. Derweil ruft die Idee für kostenpflichtige Retouren auch Anbieter auf den Plan, die Händlern mit einer einfachen Zahlungsabwicklung unter die Arme greifen wollen und den Trend hin zur kostenpflichtigen Rücksendung vorantreiben könnten.
Welche Faktoren und Stellschrauben sind für Händler in dieser Frage aktuell entscheidend – und welche Modelle setzen sich wohl durch?
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bei der klassischen Widerrufs-Retou re sieht dagegen ganz anders aus. Verbleibt bei einer Auswahlbestellu ng z.B. mit mehreren Größen oder alternativen Kleidungsstücke n meist zumindest ein Teil der Ware beim Käufer - und somit auch ein Beitrag zum Deckungsbeitrag des Händlers erhalten, schlagen bei einer Komplettretoure - egal ob es sich um 1 oder 5 Teile handelt - nur Kosten zu Buche.
Gerade hier ist also anzusetzen, um den Kunden zu einem bewusstereren Onlinekauf zu bewegen. Ihn tatsächlich zur Beschäftigung mit dem Artikel und seinen Eigenschaften VOR DEM KAUF zu bewegen, um Fragen nach Beschaffenheit und richtiger Größe zu klären.
Die Realität sieht dagegen - vor allem beim mobilen Onlineshopping auf denm Handy - eher so aus: "Tolles Kleid auf dem Bild. Sonst passt auch immer M, also bestelle ich hier auch M." Oder noch besser: "Sexy Kleid für meine Frau/Freundin. Die hat bestimmt Gr. M..."
Dabei kennt wohl jeder inzwischen auch die Erfahrung beim Einkauf im Ladengeschäft vor Ort, dass bei einem Teil Gr. M passt, man beim nächsten Teil aber nicht hineinkommt oder drin versackt. So sind die Klamotten halt heutzutage.
Virtuelle Tools zur Ermittlung der Kunden-Größe dürften jedoch nur bei ganz großen Händlern zum Einsatz kommen, die zudem auch ncoh konkreten Einfluss auf die Größengestaltru ng ihrer Produkte hat.
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Antwort der Redaktion:
Hallo Dirk,
aus dem Artikel geht deutlich hervor, dass es um das Widerrufsrecht und nicht um die Rücksendung mangelhafter Ware geht. Nur ganz am Ende gibt einer der befragten Experten einen Tipp zum Umgang mit beschädigter Ware.
Beste Grüße,
die Redaktion
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